Schweizer Banken blockieren Apple Pay

» Von Mark Schröder , 14.06.2016 17:21.

weitere Artikel

Die Schweizer Finanzdienstleister bieten Apple Pay bis anhin Paroli. Ein Beispiel ist das Schwergewicht Swisscard: «Im Moment ist eine Einführung von Apple Pay für Credit-Suisse-Kreditkarten nicht bekannt», erklärt Urs Knapp aus der Medienstelle von Swisscard, auf Anfrage. Und weiter: «Swisscard beobachte die technischen Entwicklungen im Markt aufmerksam. Wir sind daran interessiert, das Angebot auf das sich verändernde Kundenbedürfnis abzustimmen.» Das Unternehmen ist Herausgeber von unter anderem den Kreditkarten von Credit Suisse. Es verwaltet nach eigenen Angaben rund eine Million Kreditkarten der Anbieter American Express, MasterCard und Visa in der Schweiz.

Eine weitere Million Schweizer Kreditkarten gibt Viseca heraus, unter anderem für die Bank Coop, Clientis, Migros Bank, Kantonalbanken, Raiffeisen und Valiant. Auf Anfrage heisst es seitens des Mutterhauses, dem Zahlungsterminal-Hersteller Aduno: «Viseca Card Services als Kartenherausgeberin ihrer Aktionärs- und Partnerbanken bietet derzeit keine Zahlungen mit Apple Pay an», so Nadine Geissbühler, Media Relations Manager der Aduno Gruppe.

Keine Schweizer Partner für Apple

Ein grosser Viseca-Kunde ist die Zürcher Kantonalbank. «Ob und wann die Nutzung von Kreditkarten unserer Kunden für Apple Pay möglich ist, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen», erklärt Katharina Wälchli, Media Relations der ZKB, auf Anfrage. «Die Zürcher Kantonalbank ist Partner von Twint/Paymit und gehört nicht zu den Partnern von Apple Pay», dämpft sie die Erwartungen. Etwas offener gibt sich PostFinance: «Ob und wann die Bezahlung mit einer PostFinance-Kreditkarte über Apple Pay allenfalls in Zukunft möglich sein wird, können wir zum heutigen Zeitpunkt noch nicht beantworten», schreibt Reto Kormann, Mediensprecher bei PostFinance. Aktuell sei das Bezahlen aber nicht möglich.

Die Kreditkarten der UBS lassen sich gleichfalls nicht mit dem Apple-Dienst nutzen. «Unser Fokus liegt auf der Einführung der plattformunabhängigen offenen Schweizer Lösung Paymit/Twint», erklärt Igor Moser aus der Schweizer Medienstelle der Grossbank.

Nächste Seite: «Twint begrüsst Wettbewerb»

Werbung

KOMMENTARE

Keine Kommentare

KOMMENTAR SCHREIBEN

*
*
*
*

Alles Pflichfelder, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.

Die Redaktion hält sich vor, unangebrachte, rassistische oder ehrverletzende Kommentare zu löschen.
Die Verfasser von Leserkommentaren gewähren der NMGZ AG das unentgeltliche, zeitlich und räumlich unbegrenzte Recht, ihre Leserkommentare ganz oder teilweise auf dem Portal zu verwenden. Eingeschlossen ist zusätzlich das Recht, die Texte in andere Publikationsorgane, Medien oder Bücher zu übernehmen und zur Archivierung abzuspeichern.