Mobile Payment: das Ende des Bargelds

» Von Mark Schröder , 15.02.2016 08:00.

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MasterCard/Visa: NFC-basiert

Mit den Argumenten der internationalen Akzeptanz sowie der grossen Verbreitung können die Kreditkartenherausgeber MasterCard und Visa punkten. Für das Mobile Payment – respektive das kontaktlose Bezahlen – finden beide Gesellschaften hierzulande einen hervorragend ausgestatteten Markt vor. «NFC-Terminals sind weitverbreitet, rund 60 Prozent der Point of Sale sind ausgerüstet – inklusive Coop und Migros. In Europa liegt die Verbreitung nur etwa bei 25 Prozent», sagt Arne Pache, Head of Emerging Payments Continental Europe bei MasterCard. Nahezu jeder Schweizer Verbraucher besässe eine Kreditkarte mit NFC-Funktion. MasterCard spricht von über 1 Million kontaktlosen Bezahlvorgängen in der Schweiz. 

SwissWallet: Start mit MasterCard

Die Kombination von Kreditkarten und Swissness versucht SwissWallet. Wie bei etwa Apple Pay lassen sich Kreditkarten elektronisch hinterlegen. Globale Akzeptanz ist ein Vorzug. «SwissWallet basiert auf internationalen Standards, wird aber in der Schweiz entwickelt und untersteht Schweizer Recht und den hiesigen Datenschutzbestimmungen», sagt Andrej Vckovski, Präsident des Verwaltungsrats von SwissWallet. Die Kundendaten würden beim jeweiligen Kartenanbieter, heute Swisscard und Viseca Card Services, verbleiben.

Dabei wird auf dem Telefon nicht die tatsächliche Kartennummer gespeichert, sondern lediglich ein Token. Diese Zahlenreihe wird von MasterCard zentral erzeugt, wenn der Kunde es beantragt und seine Bank ihn als rechtmässigen Inhaber der Kreditkarte verifiziert. Der Token ermöglicht die Autorisierung einer Bezahlung, ohne die aufgedruckte Kartennummer zu verwenden. Längerfristig werden solche Tokens auch beim Online-Bezahlen verwendet werden.

Nach Aussage von Vckovski haben Swisscard und Viseca Mitte November SwissWallet lanciert und bereits 100'000 Kunden überzeugen können. Bis Ende Jahr sollen rund drei Millionen Karteninhaber einen SwissWallet-Zugang haben. Dann werden auch Mobile Payment mit NFC-fähigen Mobiltelefonen im stationären Handel sowie internationale Peer-to-Peer-Bezahlfunktionen integriert sein.

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KOMMENTARE

Ernst Weigele: 15-02-16 08:43

Klar verschwindet Bargeld. Und kurz danach auch die Stuern.

Sabine Obermoser: 15-02-16 08:40

Bargeld wird verschwinden? Das wüsst ich aber! Da hat der Stimmbürger auch noch was zu sagen!

Dietmer Damlin: 15-02-16 08:36

Das einzige mobile Device mit dem ich zahle und zahlen werde ist meine Brieftasche!
Ich sehe überhaupt nicht ein für NOCH eine Zahlweise NOCH mehr Gebühren zu zahlen. Und ausserdem geht eine KEINEN was an wofür ich mein Geld ausgebe.

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