IT und Business: Zeigen, was man hat

Wie trimme ich die IT-Abteilung vom Infrastrukturlieferanten zum Businesstreiber? Der CIO hat zehn Stellschrauben, um die IT näher ans Business zu bringen - und die eigene Leistung messbar zu machen.

» Von Mark Schröder, 10.06.2009 11:09.

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Wie arbeitet eine IT businessorientiert? Wie muss der Beitrag der IT zum Geschäftserfolg präsentiert werden, damit die Konzernleitung die Leistung auch positiv wahrnimmt? Antworten auf diese Fragen gibt eine Studie der Unternehmensberatung Boydak Management Consulting aus Freienbach. Laut Geschäftsführer Selçuk Boydak schafft es die IT-Abteilung in nur jeder fünften Firma, das Business adäquat zu unterstützen und der Geschäftsleitung ihren Anteil transparent zu machen. In 80 Prozent gibt es Defizite. Was erfolgreiche von weniger erfolgreichen Unternehmen unterscheidet, macht Boydak an folgenden zehn Punkten fest:

1. Ziele des Top-Managements

Die IT-Organisationen sind erfolgreich, denen es gelingt, die IT an den Zielen und Prioritäten des Top-Managements auszurichten. In 95 Prozent beschäftigt sich die IT allerdings mit dem mittleren Management. Jeder Manager der mittleren Führungsriege hat den Auftrag, seinen Bereich voranzubringen. Dafür braucht er die IT, die infolgedessen mit Anforderungen aus dem gesamten Unternehmen überschwemmt wird. Die IT muss Prioritäten setzen und sicherstellen, dass das übergreifende Ziel erreicht wird: der Geschäftserfolg. Um nicht in Machtkämpfen aufgerieben zu werden, braucht die IT eine Stimme in der Unternehmensführung.

2. Zielvorgaben der IT

Ebenfalls aus dem Vorstand kommt in erfolgreichen Konzernen die Vorgabe, in welchem Geschäftsbereicht die IT welche Ziele erreichen muss. Auf höchster Ebene wird festgelegt, in welcher Abteilung die IT nur preiswert ist, wo sie hilft, Businesskosten zu senken, und wo sie Innovationen vorantreibt, damit sich die Firma im Wettbewerb differenzieren kann. Keine IT-Abteilung kann alle Bedürfnisse befriedigen.

3. Innovationen fürs Business

Viele IT-Organisationen tun sich schwer, IT-Innovationen mit echtem Mehrwert für das Business aktiv zu forcieren. Werden aber keine Schwerpunkte gesetzt, droht die IT, zur reinen Commodity zu verkommen.

4. Verzahnen von Business und IT

Eine Voraussetzung, um mit IT-Innovationen das Geschäft voranzubringen, ist die Verzahnung von Business und IT. Die Architekturbetrachtung ist die Brücke, um Businessanforderungen in eine Technologiesicht zu überführen. Das Stichwort ist hier das «Enterprise Architecture Management», das von erfolgreichen Unternehmen umgesetzt wird.

5. Personal- & Sourcing-Strategie

Erfolgreiche Unternehmen pflegen eine ineinandergreifende Strategie für ihr IT-Personal und das IT-Sourcing. Hier geht es um die Frage, welche Fähigkeiten ein Unternehmen selbst aufbauen sowie weiterentwickeln will und welche zugekauft werden. In der Mehrzahl der Unternehmen gibt es keine verzahnte Personal- und Sourcing-Strategie. So entsteht die Gefahr, dass zum Beispiel situativ eine Outsourcing-Entscheidung getroffen wird, die sich im Nachhinein als falsch erweist, weil sie nicht in die Gesamtstrategie passte.

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