Geld bindet nur jeden zweiten Mitarbeiter

Vergütungsmodelle spielen kaum eine Rolle bei der Mitarbeiterbindung, weit mehr Bedeutung haben Betriebsklima und Work-Life-Balance.

Jutta Rump vom IBE weiss, wie Firmen gute Mitarbeiter binden könnenJutta Rump vom IBE weiss, wie Firmen gute Mitarbeiter binden können
  

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» Von Mark Schröder , 20.02.2012 08:20.

Schon heute haben Unternehmen einen hohen Bedarf an qualifizierten Fachkräften, den sie nur schwer decken können. Diese Entwicklung wird sich künftig weiter verschärfen. Firmen und HR-Abteilungen haben ein starkes Interesse daran, qualifizierte Mitarbeiter langfristig zu binden, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Eine Umfrage des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE) im Auftrag des Personaldienstleisters Hays ging der Frage nach, welches die wirksamsten Mittel in der Mitarbeiterbindung sind. Für drei Viertel der Befragten ist ein gutes Betriebsklima das beste Anreiz- und Motivationsinstrument. Für ebenso viele (67 Prozent) sind es flexible Arbeitsmodelle, für 62 Prozent die Reputation des Arbeitgebers. Überraschenderweise eignen sich laut jeweils nur 57 Prozent variable Gehaltsbestandteile und eine marktgerechte Entlohnung.

Allerdings stellt Professorin Jutta Rump vom IBE hier Unterschiede zwischen den Generationen fest. Um jüngere Leistungsträger zu halten, scheinen 61 Prozent Karriereperspektiven und 50 Prozent Förder- und Entwicklungsprogramme besonders geeignet. Die für ältere Mitarbeiter am besten geeigneten Anreiz- und Motivationsinstrumente – Beschäftigungssicherheit, gesundheitsfördernde Massnahmen, betriebliche Altersvorsorge – erhalten dagegen mit maximal 30 Prozent vergleichsweise wenig Zustimmung.

Heutige Vorgesetzte haben offenbar noch Nachholbedarf bei den Führungsfähigkeiten: So stimmt lediglich gut die Hälfte der Befragten ganz oder teilweise zu, dass Vorgesetzte ihre Mitarbeiter motivieren. Von 47 Prozent bekommen die Beschäftigten regelmässige Rückmeldungen über ihre Tätigkeit. Bei gleich vielen (45 Prozent) Angestellten werden ihre Beschäftigungs- und Leistungsfähigkeit durch Fortbildungen, flexible Arbeitsmodelle oder Work-Life-Balance-Programme gefördert.

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