5 Tipps für die nächste Gehaltsverhandlung

Wer das Thema Gehalt aktiv anspricht, verdient laut einer Studie im Schnitt 21 Prozent mehr als der, der sich zurückhält. Hier darum fünf Tipps für die nächste Gehaltsverhandlung

» Von Fabian Vogt , 12.04.2016 10:57.

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Laut dem «Gehaltsreport 2016» hat jede vierte Fachkraft in Deutschland nie nach einer Gehaltserhöhung gefragt. Die Ergebnisse der Studie von StepStone zeigen, dass dies ein grosser Fehler ist: Wer das Thema Gehalt aktiv anspricht, verdient im Schnitt 21 Prozent mehr als der, der sich zurückhält. Zahlen für die Schweiz gibt es zwar keine, die Tipps von StepStone für die nächste Gehaltsverhandlung sind aber auch hier gültig.

  1. Ordnen Sie Ihre Gehaltsvorstellungen ein
    Das Gehalt ist in der immer noch ein Tabuthema. Jede dritte Fachkraft weiss nicht, wie viel ihre Kollegen in ähnlichen Positionen verdienen, weitere 48 Prozent haben nur eine ungefähre Ahnung. Dabei ist das Wissen um übliche Gehälter in Ihrem Berufsfeld und Ihrer Branche von essentieller Bedeutung für die Gehaltsverhandlung. In der Schweiz gibt es verschiedene Quellen dafür: Die Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik und das Lohnbuch des Amts für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich dürften zu den zuverlässigsten gehören.
  2. Wählen Sie den richtigen Ansprechpartner
    In der Regel ist Ihr direkter Vorgesetzter der passende Ansprechpartner, wenn es um die Gehaltsverhandlung geht. Er kann Ihre Leistungen am besten beurteilen. Die HR-Abteilung agiert hier meist nur im Hintergrund, etwa indem sie Ihrem Vorgesetzten ein Budget vorgibt, in dessen Rahmen sich die Erhöhung abspielen darf.
  3. Bestimmen Sie einen passenden Zeitpunkt
    Jede dritte Fachkraft, die aktiv nach einer Gehaltserhöhung fragt, tut das gemäss der Studie einmal jährlich, knapp jeder Fünfte alle zwei Jahre. Die Wahl des richtigen Zeitpunktes kann den Ausgang Ihres Verhandlungsversuches entscheiden. Ungünstig sind Phasen, in denen Ihr Unternehmen oder Ihre Branche wirtschaftlich schlecht aufgestellt sind. Ein absolutes Tabu sind Firmenfeste. Ebenfalls unprofessionell: Den Chef im Aufzug oder auf dem Büro-Flur in ein Gehaltsgespräch verwickeln.
  4. Bereiten Sie den Termin gezielt vor
    Gute Leistungen sind das beste Argument für eine Gehaltserhöhung. Bereiten Sie das Gehaltsgespräch daher gezielt vor. Bitten Sie Ihren Chef mit einem ausreichenden Vorlauf vor der eigentlichen Gehaltsverhandlung um ein Feedbackgespräch, in dem Sie über Ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg sprechen.
  5. Achten Sie auf Formulierungen
    Im nächsten Schritt vereinbaren Sie mit etwas Abstand den Termin für die eigentliche Gehaltsverhandlung. Hierbei ist es geschickter, «das Kind zunächst nicht beim Namen zu nennen». Bitten Sie um eine Besprechung zu einem bestimmten Projekt oder eine Unterhaltung zur strategischen Ausrichtung Ihrer Position. Den Einstieg in die Verhandlung bieten Ihnen die Ergebnisse des Feedbackgesprächs. Beispielsweise: «Sie haben in unserem letzten Gespräch betont, dass Sie mit meinen Leistungen in Projekt XY sehr zufrieden sind. Deswegen möchte ich heute mit Ihnen über meine weitere Entwicklung sprechen. Hierzu gehört sicherlich auch mein Gehalt.»

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