Wie beim Umzug: Man sollte aufräumen, bevor man zügelt

» Von Barbara Mooser & Mark Schröder, 30.06.2017 15:20.

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CW: Ist es nicht ziemlich schwierig, das Denken der Mitarbeitenden zu ändern?

Fuhrer: Der heutige IT-Nachwuchs findet es nicht mehr interessant, in einem schwerfälligen Wasserfall-Unternehmen zu arbeiten. Doch das ist nicht einfach eine Frage der Generation: Viele unserer älteren Mitarbeitenden haben die agilen Projektmethoden schnell übernommen. Wir müssen unseren Mitarbeitern bloss die Chance geben, den Wechsel zu vollziehen. Es gibt künftig vielleicht weniger Projektmanager und Teamleiter, dafür mehr Scrum-Master und interdisziplinäre Teams. Marketing-, Legal- und Security-Spezialisten sowie Tester sitzen schon heute von Anfang an am Tisch. Es macht den Mitarbeitern schlicht mehr Spass, für ein Thema im ganzen Lifecycle verantwortlich zu sein.

CW: Der Kampf um die Fachkräfte ist gross, warum sollten die Besten gerade bei ihnen in Bern anfangen?

Fuhrer: ICT-Fachleute können bei uns viel bewegen. Wir haben kleine Teams, eine agile Arbeitsweise, eine moderne, mobile Arbeitsumgebung und die Work-Life-Balance kommt auch nicht zu kurz. Wir suchen übrigens immer gute Architekten, die komplexe Themen angehen können und natürlich Java-Programmierer.

CW: Welche interne Struktur erwartet die IT-Experten bei Ihnen?

Fuhrer: Wir waren – wie viele Firmen – bisher sehr funk­tional aufgestellt. Diesen Sommer richten wir uns mit den Bereichen Retail, Corporate und Investment Solutions nach den Kunden aus und legen die Bereiche IT und Operations zusammen. Die «Factory» der Bank kommt dann aus einer Hand. So sind wir bereit für die schrittweise Umstellung auf DevOps, wo die Teams interdisziplinär zusammengesetzt sind.

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