So gewinnen Sie IT-ferne Abteilungen für agiles Projektmanagement

Beim IT-Projektmanagement haben sich agile Methoden längst etabliert. Neben vielen Vorteilen bergen diese aber auch Herausforderungen, etwa in der Zusammenarbeit mit IT-fernen Abteilungen. Wo machen agile Methoden Sinn und wie sieht ein typischer, agiler Projektablauf aus?

» Von Von Ileana Popp*, 27.10.2014 08:20.

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Ileana Popp ist Senior Consultant bei Cambridge Technology Partners.

Agile Projektmanagement-Methoden wie Scrum gehören in der Software-Entwicklung zum Standardrepertoire. Mittlerweile werden sie aber auch aus­serhalb von IT-Projekten eingesetzt. Warum hat gerade diese Form des Projektmanagements in den letzten Jahren so sehr an Bedeutung gewonnen?

Dafür gibt es mehrere Gründe: Die Unternehmen sehen sich mit einem veränderten Konsumentenverhalten konfrontiert. Kunden bewerten und kommentieren Produkte und Dienstleistungen viel rascher und erwarten, dass Anpassungen in kurzer Zeit umgesetzt werden. Eine fehlende oder fehlerhafte Funktion in der Smartphone-App oder ein umständlicher Registrierungsprozess für den Webshop wird von den Nutzern sofort über soziale Medien oder Kommentarfunktionen auf der Produktewebsite moniert. Entsprechend rasch müssen die Unternehmen darauf reagieren, um Kunden nicht zu verärgern oder gar zu verlieren. Doch nicht nur die Konsumenten, auch unternehmensinterne Anspruchsgruppen wünschen sich eine immer raschere Fertigstellung der Werkzeuge, die sie für ihre Arbeit benötigen.

Wann macht Agilität Sinn?

Scrum ist das mittlerweile am weitesten verbreitete agile Rahmenwerk, mit dessen Hilfe Projektteams komplexe Aufgabenstellungen angehen und schnell Ergebnisse erzielen können. Es ist – wie alle agilen Methoden – auf eine zügige Umsetzung in kleinen Schritten aus­gelegt. Damit sind Unternehmen in der Lage, rasch auf das Feedback ihrer Kunden zu rea­gieren oder neue Anforderungen interner Anspruchsgruppen zeitnah umzusetzen.

Dennoch gilt: Scrum ist nicht das allein selig machende Mittel für alle Projekte. Wenn das Endresultat zu Projektstart bereits sehr genau definiert werden kann, braucht es keine agile Methode für das Projektmanagement. Komplexe Projekte, bei denen zu erwarten ist, dass sich im Laufe der Umsetzung die Anforderungen an das Endprodukt ändern werden, pro­­fi­tieren hingegen von einem agilen Projekt­management. Ein agiles Vorgehen macht also in Projekten Sinn, bei denen man zu Projektstart noch nicht genau wissen muss, was am Ende herauskommt. Das Rahmenwerk hat zum Ziel, dass in kurzen, iterativen Zyklen (Sprints genannt) und in sehr enger Abstimmung mit dem Auftraggeber gearbeitet oder entwickelt wird. Damit gewinnt das Projektteam an Flexibilität und kann auf sich ändernde Anforderungen schnell reagieren.

Auf der nächsten Seite: Ein Praxisbeispiel mit der Marketing-Abteilung.

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