WLAN: Störquellen und Verbindungsprobleme – was tun?

» Von Simon Gröflin, Florian Bodoky , 14.12.2016 14:31.

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WLAN-Router als Access Point einsetzen

Wirklich Abhilfe bei schlechtem WLAN schafft eine WLAN-Erweiterung mit einem zweiten, günstigen WLAN-Router. Selbst aktuelle WLAN-AC-Router gibts mittlerweile schon ab Fr. 100.– im Handel. Vergewissern Sie sich jedoch vor dem Kauf, dass der Router auch als Access Point genutzt werden kann (das sollte bei aktuellen Modellen grundsätzlich der Fall sein).

Um einen Access-Point-fähigen WLAN-Router im vorhandenen LAN einzubinden, muss dieser zuerst als Access Point konfiguriert werden. Dies geschieht meistens via Webinterface des Routers. Am einfachsten ist es, wenn Sie den Router physisch mit dem PC verbinden und dann gemäss Anleitung auf das Webinterface zugreifen. Dort suchen Sie den Menüpunkt «Access Point» oder ähnlich und aktivieren diese Funktion. Verbinden Sie dann den zum Access Point umkonfigurierten Router physisch mit einem freien LAN-Port Ihres Haupt-Routers bzw. Switches des vorhandenen LANs. Ganz ideal ist natürlich, wenn schon ein kleines Gigabit-LAN über mehrere Räume vorliegt, sodass Sie einfach in einem entfernten Zimmer (z.B. Büro) das Gerät an der LAN-Buchse einstecken können. Dann haben Sie einen zusätzlichen Distanzvorteil und verteilen das WLAN in der ganzen Wohnung besser. Ein zusätzlicher Access Point bringt noch einen weiteren Vorteil mit sich: Sie können in den anderen Räumlichkeiten natürlich auch das Frequenzband umschalten, um zusätzlich 5 GHz bereitzustellen.

Fazit: WLAN-Verstärkung über einen zweiten WLAN-Router als Access Point ist die bestmögliche WLAN-Erweiterung. Die Installation ist schnell und einfach, dafür ist man über mehrere Stockwerke nicht gut abgedeckt.

WLAN-Router «bridgen»

Will man nebst der Distanzüberbrückung das DSL-Modem um Profifunktionen eines zweiten Routers erweitern, kann man es mit einem Bridging versuchen. Leider muss man dazu sagen, dass viele Provider-Router mittlerweile zu «Eier legenden Wollmilchsäuen» geworden sind. Sie vereinen nicht nur immer mehr Funktionen (wie Telefon, WLAN), was die Konfiguration zusätzlich erschwert, sondern lassen sich manchmal aufgrund eigener Provider-Firmwares nicht immer so leicht bzw. gar nicht koppeln. Ausserdem erfordert diese Methode erweiterte Netzwerkkenntnisse. Schon allein die Komplexität einer Schritt-für-Schritt-Anleitung würde an dieser Stelle einen zweiten Artikel mit einem Wissenskompendium füllen.

Fazit: Sie erreichen im Bridging-Modus ähnlich gute WLAN-Resultate wie im Access-Point-Modus, mit dem Nachteil, dass diese Methode wesentlich umständlicher ist.

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