SDN: Auf dem Weg zum virtualisierten Netzwerk

Der Trend zur Virtualisierung ist auch bei den Netzwerken nicht aufzuhalten. Computerworld wirft einen Blick auf die Lösungen von VMware, Lancom, Riverbed und F5 Networks.

» Von Thomas Bär und Frank-Michael Schlede, 27.02.2017 05:23.

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Netzwerk-Hardware in Form von Switches und Routern ist eine der letzten Bastionen, in denen sich die IT vielerorts noch gegen die fast allgegenwärtige Virtualisierung sträubt.
Doch auch bei den Netzwerken bewegen sich die meisten Anbieter Richtung Software. Den grossen Herstellern zufolge ist die Umstellung auf Software-definierte Netzwerke (SDN) der richtige Weg, wenn es um die Weiterentwicklung dieses für den Geschäftsbetrieb so wichtigen Teils der IT-Infrastruktur geht.

Derzeit sieht es in vielen Unternehmen allerdings noch etwas traditioneller aus: Der Netzwerk-Monitoring-Spezialist Paessler wollte vergangenes Jahr wissen, welche modernen Technologien in den IT-Abteilungen bereits im Einsatz sind beziehungsweise für welche es konkrete Planungen gibt. Befragt wurden dafür 669 Unternehmen aus 49 Ländern. Die Umfrage ergab, dass fast alle befragten Unternehmen zwar ganz selbstverständlich Virtualisierung einsetzen, das Thema Software-defined Network allerdings deutlich abgeschlagen an letzter Stelle der genannten Technologien landete. Nur ein Bruchteil der Firmen (8,9 Prozent) hat diese Art des Netzwerks bereits in Verwendung, bei 15,8 Prozent gibt es konkrete Pläne, mehr als drei Viertel (75,3 Prozent) haben sich hingegen noch nicht damit beschäftigt.

Ist SDN zumindest zum jetzigen Zeitpunkt also doch noch kein so grosses Thema? Die grossen Anbieter von Netzwerklösungen sehen das naturgemäss anders, vor allem Unternehmen, die sich mit Netzwerkinfrastruktur befassen, setzen auf SDN. Rein de Jong, Sales Director bei Brocade, wagt in einem Blog-Beitrag auf der Firmen-Website eine Prognose für 2017: «In den letzten Jahren konnten wir viel Begeisterung und steigende Erwartungen in den Bereichen Software-defined Networking (SDN) und Network Function Virtualization (NFV) beobachten. In 2017 erwarten wir kommerziell verfügbare Multi-Vendor-SDN-Infrastrukturlösungen, die auf einem zukunftsfähigen Ökosystem aus SDN- und NFV-Komponenten basieren.» Zudem stellt de Jong fest, dass die Industrie im Wesentlichen die grossen Herausforderungen in der Beschaffung, Orches­trierung und Kontrolle einer Software-definierten Infrastruktur bestehend aus Netzwerkverbindungen und Services verstanden hat. Brocade hat seiner Einschätzung nach zudem erkannt, dass sich Skepsis und Optimismus ausgeglichen haben: «Das zeigt uns, dass wir uns dem Reifegrad für echte Lösungen nähern.»

Computerworld wollte wissen, wie es mit konkreten Produkten und Angeboten rund um Software-defined Network und Network Function Virtualization aussieht, und zeigt anhand einiger Beispiele den aktuellen Stand der Dinge.

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