Low-Power-Funk treibt IoT voran

» Von Bernd Reder, 25.04.2017 15:22.

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IoT-Dienste im Überblick

Im Internet der Dinge eröffnet sich für Low-Power-WAN-Techniken, aber auch für andere Übertragungstechniken wie WLAN oder Bluetooth, eine breite Palette von Anwendungsfeldern.
Industrie: Maschinen, Pumpen, Industrieanlagen, Klimaanlagen oder Ölförderanlagen lassen sich mit Sensoren und Aktoren ausstatten. Dies ermöglicht das Überwachen (Monitoring) dieser Anlagen und ein Nachjustieren von Einstellungen.

Gross- und Einzelhandel: Verkaufs- und Geldautomaten sowie Warenregale melden den Füllstand und vermeiden so Engpässe und Umsatzverluste.

Logistik
: Das Nachverfolgen von Fahrzeugen und Transportbehältern ist ein klassisches Einsatzgebiet für M2M und LPWAN.

Umweltschutz/Agrarsektor: Sensoren ermitteln Werte wie Luft- und Bodenqualität oder prüfen die Feuchtigkeit und den Nährstoffgehalt von Ackerböden. Anschliessend werden die Daten über ein LPWAN in ein Cloud-Rechenzentrum weitergeleitet und ausgewertet. Die Ergebnisse kann der Anwender, beispielsweise ein Landwirt, über das Internet abfragen. Erste Versionen solcher Systeme sind bereits im Einsatz, unter anderem im Weinbau.

Hausvernetzung: Rauchmelder, Türen, Videoüberwachungsanlagen, die Heizung und Multimedia-Systeme lassen sich verbinden. Das erfolgt vor Ort über ein WLAN, Bluetooth oder Protokolle wie ZigBee.

Smart Metering/Smart Utilities: Auch die Fernabfrage von Zählerabständen gehört zu den Anwendungen, die derzeit von Service-Providern und Stadtwerken forciert werden. Da die
Zähler meist an Orten platziert sind, an denen das normale Mobilfunknetz nicht zur Verfügung steht, fokussieren sie sich dabei auf den Einsatz von Low-Power-WAN-Systemen.

Smart Cities: Hier geht es etwa um die Vernetzung von Strassenlampen, Smart-Parking-Systeme und Sensoren, die den Verkehrsfluss messen.

Gesundheitswesen/Pflege: Lösungen wie die des italienischen Anbieters Ticuro Reply ermöglichen Ferndiagnosen und Remote-Betreuung. Die Betreuten werden mit einem Sensor­armband oder smarten Medikamentendosen ausgestattet, die über Bluetooth oder WLAN an einen Mobilfunk-Router angebunden sind. So kann das Pflegepersonal prüfen, ob ein Senior seine Medikamente nimmt oder ein Demenzkranker das Haus verlässt.

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