IT-Infrastruktur überwachen und automatisieren - so klappt's

» Von Leon Adato*, 03.08.2017 07:38.

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Menschliche Fehler vermeiden

Über die Zeiteinsparungen hinaus, hilft es auch ein automatisiertes Verwaltungsmodell zu implementieren, aber auch sogenannte «Fat-Finger-Fehler» sollten bedacht werden, welche in der Vergangenheit vermutlich jedem IT-Administratoren schon einmal passiert sind. Je konvergierter eine Infrastruktur ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass durch eine einzige falsch konfigurierte Schnittstelle Hunderte erfolgsentscheidender Unternehmensanwendungen ausfallen. Umso wichtiger ist es, eine Methode zu finden, um die Wiederholbarkeit und Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten, Vorlagen für Vorgänge zu schaffen, eine Versionskontrolle zu implementieren und Fehlkonfigurationen schnell zu identifizieren. Die Automatisierung dieser Prozesse durch Programmcodes oder durch Drittanbieter-Tools wie GitHub, Puppet oder Chef verhindert eine Menge menschlicher Fehler.

Zeit sparen und dabei Fehler reduzieren

Zeit sparen und dabei Fehler reduzieren – was könnte besser sein? Hat diese Art von Überwachungsautomatisierung aber wirklich Auswirkungen auf den Reingewinn? Die Antwort ist ein eindeutiges «Ja».

Fallbeispiel: Ein Unternehmen hat vor Kurzem die oben beschriebenen automatisierten Antworten im Zusammenhang mit Datenträgern implementiert (Leeren der TEMP-Ordner und erneute Warnmeldung nach 15 Minuten, falls die Datenträger weiterhin voll sind; Hinzufügen der 10 wichtigsten Prozesse zur Warnung wegen hoher CPU-Auslastung).

Das Ergebnis waren 30 bis 70 Prozent weniger Warnungen im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres. In harten Zahlen bedeutet dies 43 bis 175 weniger Warnungen pro Monat. Darüber hinaus registrierten die Support-Mitarbeiter das Ergebnis und reagierten schneller auf die restlichen Warnungen, da sie wussten, dass die automatisierten Anfangsmassnahmen bereits durchgeführt wurden.

Die Warnungen im Zusammenhang mit der CPU verschwanden natürlich nicht vollkommen, aber die Reaktion der Support-Mitarbeiter wurde wiederum verbessert, da die Tickets detaillierte Informationen zum jeweiligen Problem enthielten. In einem Fall konnte das Unternehmen einen Patch von einem Anbieter anfordern, da schliesslich ein langfristiges Problem bei der Software nachgewiesen werden konnte.

Die Virtualisierung und sinkende Kosten – die glücklicherweise mit höheren Budgets einhergehen, wenn Unternehmen die zentrale Rolle der IT beim Markterfolg erkennen – fördern die Expansion von IT-Umgebungen. Die Notwendigkeit, mithilfe der Überwachung für die Stabilität von EDV-Umgebungen zu sorgen, wird dadurch sogar noch offensichtlicher.

Weniger offensichtlich, aber ebenso wichtig und hilfreich ist es, dafür zu sorgen, dass die Personalkosten für diese Überwachung niedrig gehalten werden. Dies geschieht durch die Implementierung einer Überwachungslösung, die einfach zu nutzende Automatisierungsfunktionen bietet, die dann auch tatsächlich eingesetzt werden.

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