Empfehlenswerte Switches für KMU

Netzwerk-Switches sind als Verteilerstationen für Datenpakete unverzichtbar. Einfache Geräte mit Gigabit-Ports gibt es schon für unter 20 Franken. KMU sollten aber auf einige Aspekte achten, die etwas höhere Ausgaben für einen Switch rechtfertigen.

» Von Klaus Hauptfleisch, Tecchannel.de *, 20.05.2015 11:02.

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* Klaus Hauptfleisch ist freier Journalist in München. Der Artikel erschein ursprünglich in unserer Schwesterpublikation «Tecchannel.de».

Switches sind praktisch die Weiterentwicklung von Brigdes, die in der Regel nur zwei Ports haben. Ausserdem sind Switches in der Lage, Pakete aufgrund der Empfängeradresse jeweils an den richtigen Port weiterzuleiten. Die Bandbreite der von den Herstellern für diese KMU-Marktübersicht zusammengestellten Geräte, viele davon mit bis zu über 50 Ports, ist so gross wie die der Firmen selbst. Eine Übersicht über empfehlenswerte Switches ist in unserer Bilderstrecke zu finden.

Ein kleiner Handwerksbetrieb benötigt in der Regel einen Netzwerk-Switch mit fünf Fast-Ethernet- oder Gigabit-Ethernet-Ports, besser ist eine mit acht oder zehn Ports. In grösseren Unternehmen und solchen Branchen, die auf Wachstumskurs sind, sollten die Lösungen dagegen immer Luft nach oben lassen oder als «stackable» (stapelbar) sogar skalierbar sein.

Die meisten Switches oder Switch-Modellreihen, die Alcatel-LucentAvaya,BrocadeCiscoDellD-LinkHewlett-Packard (HP), Juniper NetworksNetgear und Zyxel ins Rennen geschickt haben, sind mit acht bis 48 Gigabit-Ethernet-RJ45-Ports erhältlich. Diese sind zum Teil auch als SFP-Ports für Glasfaserverbindungen nutzbar oder durch solche ergänzt. Und sie bieten zum Teil schon Uplink-Geschwindigkeiten von 10 Gigabit. Da die Geräte meist Teil einer Produktreihe von Modelle mit unterschiedlicher Port-Zahl sind, ist die Bilderstrecke nach Herstellern geordnet und nicht nach Features.

Bei Switches für grosse Unternehmen sind sogar 40 oder gar 100 Gigabit-Ethernet (GbE) mehr und mehr im Kommen. Was im SMB-Segment auch kaum eine Rolle spielt, ist «SDN» oder «Sofware Defined Networking», obwohl zwei der in der Bilderstrecke vorgestellten Geräte diese Funktion unterstützen.

Fast-Ethernet mit 100 Mbit ist dagegen immer mehr auf dem Rückzug und eigentlich nur bei kleinen Switches für Heimanwender zu finden, zumal die Preise oft schon im niedrigen zweistelligen Bereich anfangen. Die Host-Ports tragen oft die Bezeichnung «10/100/1000BASE-T». Die Geschwindigkeit wird dabei automatisch erkannt und angepasst; ebenso, ob es sich um einen Port handelt, der via «Power over Ethernet« (PoE oder PoE+) IP-Telefone, Überwachungskameras oder andere Geräte mit Strom versorgen kann.

Die Backplane-Kapazität sollte mindestens so hoch sein wie der Durchsatz aller Ports zusammen. Bei einem Switch mit 24 GbE-Ports und zwei 10-GbE-Uplink-Anschlüssen wären das 2 x 24 + 2 x 20, sprich 88 Gigabit pro Sekunden (Gbps oder Gbit/s), hat Elmar Török in einem «Tecchannel»-Artikel vorgerechnet. Die Herstellerangaben zum Datendurchsatz (auch «Switching-Kapazität» genannt) und zur Weiterleitungsrate (Forwarding-Rate) beziehen sich meist auf die minimal mögliche Paketgrösse von 64 Byte.

Ein Switch mit einem Gigabit-Ethernet-Port kann rund 1,6 Millionen Pakete pro Sekunde übertragen, doch je kleiner die Pakete, desto geringer der Aufwand, weshalb die Herstellerwerte nicht unbedingt etwas darüber aussagen, wie der Switch mit grösseren Paketen zurechtkommt. Für einen hohen Datendurchsatz bei geringen Latenzzeiten hat sich die «Cut-Through-Technologie» bewährt, die längst im mittleren Preissegment angekommen ist. Nachteil ist allerdings, dass damit auch fehlerhafte Pakete weitergeleitet werden können, weil eine zyklische Redundanz- oder «CRC-Prüfung» als nach Erhalt des kompletten Datenpakets möglich ist. Hochwertigere Switches bieten jedoch einen auch «Error-Free-Cut-Through» oder «Adaptive Switching» genannten Mechanismus.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Ports und Steckplätze

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