Business-Chats fürs professionelle Miteinander

» Von Charles Glimm, 16.02.2017 14:30.

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Microsoft Teams

Noch zu Beginn des Jahres 2016 schielte Microsoft auf Slack und wollte sich das erfolgreiche Start-up am liebsten einverleiben, doch war der kolportierte Kaufpreis von rund 8 Milliarden Dollar allem Anschein nach zu hoch. So konzentrierte man sich in Redmond lieber auf eine Stärkung des Skype-Dienstes und präsentierte bereits zum Jahresende Teams als neueste Erweiterung der Business-Version von Office 365.

Ähnlich wie Slack bietet Teams eine Chat-basierte Workspace-Umgebung, die als plattformübergreifende Schnittstelle vor allem Kommunikation und Produktivität in Unternehmen verbessern soll.

Nutzer der Office-365-Versionen Business Essentials, Business Premium oder Enterprise können Teams über das Admin-Center des Office-Portals bereits als sogenannte Vorschau aktivieren.

 

Noch im ersten Quartal 2017 soll die endgültige Version an den Start gehen. Nach der Aktivierung genügt ein Klick auf den «Teams»-Tab am linken Fensterrand, um mit dem Einrichten eines oder mehrerer Teams zu beginnen. Dazu wählt der Administrator aus, wer eingeladen werden soll, und legt eine Reihe von Optionen für das jeweilige Team fest. Danach werden automatisch Einladungen verschickt. Ist das Team eingerichtet, führt ein Klick auf die drei Punkte neben dem Teamnamen zum Verwaltungsmenü.

Im Chat-Bereich lassen sich pro Team beliebig viele themenbezogene Räume einrichten, die unter dem Teamnamen aufgelistet werden. Ein Administrator kann sie je nach Bedarf mit Integrationen zu über 150 Diensten wie etwa Twitter oder Google Analytics ausstatten.

Teams kommt mit Office-Integration

Teams glänzt hier natürlich auch mit integriertem Zugriff auf Microsoft-Produkte wie SharePoint oder OneNote. Durch die Integration in Office 365 ist ausserdem die gemeinsame Arbeit an Office-Dokumenten in Echtzeit möglich. Ein Klick auf den «Dateien»-Tab auf der linken Seite zeigt alle Inhalte an, die andere Nutzer mit einem geteilt haben – sie lassen sich von hier auch direkt öffnen und bearbeiten.

Will man sich schnell auf den neuesten Stand bringen, ist der «Activity»-Tab in der Randspalte hilfreich. Hier erhält man automatisch Benachrichtigungen, wenn man in einer Konversation angesprochen oder erwähnt wurde. Ein Klick auf diese Einträge führt dann auch bei Teams direkt zum entsprechenden Chat-Thread.

 

Analog zum Slackbot, der automatischen Online-Hilfe von Slack, hat auch Microsoft eine solche Hilfsfunktion integriert und – wenig fantasievoll – T-Bot genannt. Um ihn anzusprechen, klickt man links auf «Chat» und tippt seine Frage. Die Antwort kommt dann wie von einem Chat-Partner in natür­licher Sprache – oder was die Programmierer dafür halten.

Während die übrigen hier genannten Chat-Programme eigenständige Tools sind, vermarktet Microsoft Teams als kostenloses Feature für Office 365 Business und Enterprise. Da ein Office-365-Abo jedoch die zwingende Voraussetzung für die Nutzung darstellt, ist Teams, im Gegensatz etwa zu Slack, immer kostenpflichtig. Problematisch ist dabei allerdings nicht der Preis, denn wer die Premium-Version von Slack nutzt, zahlt dafür einen ähnlichen Betrag wie für das günstigste Office-Abo inklusive Teams. Doch während sich bei Slack auch Gäste und Externe jederzeit flexibel in die Arbeitsgruppe eingliedern lassen, weil sie nur die Free-Edition brauchen, ist eine Teilnahme an Teams ohne Office-365-Account nicht möglich.

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