Virtualisierung der Business-IT: Experten und ihre Meinung

Vom Server bis zum Netzwerk - Virtualisierungstechniken erobern immer mehr Bereiche. Geht es nach den grossen Anbietern, arbeitet die gesamte Business-IT bald frei von Herstellerzwängen.

» Von Frank-Michael Schlede, Thomas Bär, «com-magazin.de» *, 13.08.2015 16:04.

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Wer heute die IT-Landschaft eines beliebigen Unternehmens begutachtet, der wird dort mit grösster Wahrscheinlichkeit mehrere, ganz unterschiedliche Virtualisierungstechniken im Einsatz finden. Dabei ist es ganz gleich, ob es sich um ein kleines, ein mittelständisches oder ein grosses Unternehmen handelt: Virtualisierung findet auf sehr vielen Ebenen und in mindestens ebenso vielen Unternehmensbereichen statt. 

Das scheint auch nachvollziehbar, verspricht Virtualisierung doch seit Jahren eine maximal effiziente Auslastung der Hardware sowie hochgradige Flexibilität bei der Administration und Bereitstellung von IT-Systemen.

Glaubt man den Schwergewichten im Marktsegment Virtualisierung – zu denen neben der EMC-Tochter Vmware als Spezialist für Virtualisierungssoftware auch Unternehmen wie Citrix und Microsoft zählen –, so wird die Virtualisierung zukünftig noch viel tiefer und viel breiter in sämtliche Bereiche der IT vordringen.

«Computerworld» wirft deshalb einen detaillierten Blick auf diese Entwicklungen und zeigt auf, wie weit die Virtualisierung die Business-IT schon heute durchdrungen hat und wie sie sie in naher Zukunft beeinflussen wird.

Von einigen Firmen, zu deren Geschäftsfeld Virtualisierungslösungen gehören, wollten wir zudem wissen, wie sie die aktuelle und die zukünftige Entwicklung dieser populären Sparte der IT sehen. Deshalb haben wir mit Vertretern von Vmware, Microsoft, Citrix, Red Hat und dem Noch-Newcomer Nutanix gesprochen und ihnen grundsätzliche Fragen gestellt. Ausserdem baten wir sie, einen Blick in die viel zitierte Kristallkugel zu werfen und ihre fachliche Einschätzung zur Virtualisierung im Allgemeinen, zu deren einzelnen Strömungen im Speziellen sowie zu den möglichen Auswirkungen auf die Lösungen in der Unternehmens-IT abzugeben.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: «Die allgegenwärtige Virtualisierung der Hardware»

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KOMMENTARE

Chr Schn: 25-08-15 17:42

Interessanter Artikel bis auf den kritischen Blick auf den Virtualisierungs-Hype...

Grundsätzlich gefällt mir dieser Artikel sehr gut, welcher einen umfassenden Überblick über die momentan aktuellen Themen in diesem Bereich wiedergibt. Dies jedoch auch nur, weil bis auf das letzte Kapitel vor allem Herstelleraussagen zum tragen kommen.

Wenn ich mir allerdings den folgenden Abschnitt durchlese, dann bezweifle ich stark, dass der/die Autor(en) wirklich die Kompetenz besitzen sich zu diesem Thema zusammenfassend äussern zu können.

"In einem Storage-Verbund hingegen, der etwa über ein Software-defined Network mit mehreren virtuellen LUNs auf acht dynamischen ESX-Hosts mit teilautomatisierter vMotion angesprochen wird, fällt es selbst dem erfahrenen IT-Mann schwer, die Auswirkungen eines Kabel- oder Plattenausfalls auf den ersten Blick zu finden."

Dieser Abschnitt zeigt mir leider, dass hier nicht wirklich das fachliche Know-how für eine Beurteilung des Themas vorhanden ist. Ich vermute mal stark, hier wird einfach vom hören sagen ein Kommentar dazu geschrieben. Schade eigentlich.

Ich arbeite nun bereits mehr als 15 Jahren genau in diesem Umfeld und sollte ein Kabel oder ein Plattenausfall tatsächlich einen groben Impact auf eine solche Umgebung haben, dann sollte eventuell überlegt werden ob man bei der Implementation wirklich mit dem richtigen Partner zusammengearbeitet hat.

Was ich meine ist, dass diese Aussage dermassen hinterherhinkt, dass sie einfach nicht zum Artikel und dem Thema passt. Meiner Meinung nach hat sich hier jemand selber etwas disqualifiziert. Ist etwas hart ich weiss, sorry.

Ich sehe ganz andere Probleme auf uns zukommen, z.B. die Komplexität, welche ja gemäss Herstellern immer wie kleiner wird. Stimmt aber definitiv, über das gesamte gesehen, NICHT! Die Komplexität verlagert sich bloss in einen anderen Bereich, wird aber bestimmt nicht kleiner.

Stelle man sich nur mal vor, in einer internen- externen- oder hybrid-Cloud soll ein Release Wechsel (kann auch ein Minor Release Wechsel sein) einer einzelnen Komponente durchgeführt werden, da z.B. neue Features benötigt werden oder der Support ausläuft, etc. Im besten Fall sind dann noch verschiedene Hersteller involviert was ja eigentlich unvermeidbar ist. Dann kommt jetzt eine RIESIGE Kette von Abhängigkeiten und Kompatibilitätsabklärungen auf einen zu. Nur schon der Aufwand dieser Vorabklärungen ist enorm und nicht zu unterschätzen. Wer wird so was verantworten, wer garantiert die Stabilität und Funktionalität nach dem Einspielen, so dass die komplette Infrastruktur danach noch sauber läuft, was muss gegen was kompatiebel sein, welche Liste gilt, findet man überhaupt eine?

Dies ist nur ein Beispiel, wo ich Herausforderungen auf uns zu kommen sehe.

Oder, wer hat schon mal eine komplette Cloud Infrastruktur konsistent gesichert? Hier helfen dann auch keine Snapshot Technologien mehr, funktioniert eh nich über die gesammte Infrastruktur, aber für mich sollte es dann schon konsistent gesichert werden können! Nur so für den Desasterfall...

Hier sehe ich eher Potential für eventuelle Probleme und Ängste.

Bin gespannt auf andere Meinungen :-)

Grüss Euch!

kritischer Zeitgenosse: 14-08-15 14:33

wenn wir uns mal an die ebenfalls auf dieser Website publizierten Meldungen zu gravierenden Schwachstellen von virtuellen Switches beispielsweise erinnern, ist es noch ein weiter Weg bis zur "Komplettvirtualisierung". Ein Weg, den ich persönlich noch nicht einmal gehen möchte.

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