Microsofts Integrationskurs

War bislang mit Hardware, Software und Services allein gutes Geld zu verdienen, gehört die Zukunft den Anbietern integrierter IT-Lösungen. Microsoft ist spät dran, aber auf dem Weg.

» Von Mark Schröder , 29.07.2013 08:50.

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Geht es nach der Börse, ist Apple das Mass aller Dinge. Der iPhone-Produzent war zeitweise das wertvollste Unternehmen der Welt – vor Wirtschaftsriesen wie General Electric und Johnson & Johnson. Heute beträgt Apples Marktkapitalisierung astronomische 372 Milliarden US-Dollar, nur ExxonMobil (402 Milliarden) ist mehr wert. Microsoft zählt nach der jüngsten Erhebung der Beratungsgesellschaft Ernst & Young immerhin auch zu den teuersten Unternehmen – auf Platz vier mit einem Wert von 288 Milliarden US-Dollar.

Apple gegen Microsoft

Apple gegen Microsoft ist ein zuletzt häufig gezogener Vergleich. In vielen Analysen und auch in den Augen der Allgemeinheit hat der Mac-Hersteller die Nase vorn und ist auf den ersten Blick auch für die Zukunft besser gerüstet. Die Konsumenten reissen dem Konzern seine i-Produkte aus den Händen, iTunes ist quasi zum Synonym für den Musikvertrieb geworden, und an jedem der weltweit 800 App-Käufe pro Sekunde verdient Cupertino mit.

Während an der Börse Apple vor Microsoft rangiert, sieht die Strategieberatung Booz & Company die Redmonder im Vorteil. Im Ranking «Global ICT 500» ist Microsoft auf dem dritten Platz geführt, was unter anderem mit dem breiten Produktportfolio, der intensiven Forschungstätigkeit und der globalen Präsenz begründet wird. Apple sieht Booz als einen «Hardware-zentrischen Lösungsanbieter» und platziert das Unternehmen auf Rang sechs. Die wirtschaftlichen Aussichten bewertet Booz allerdings sowohl für Microsoft als auch für Apple als gut – dank der mittlerweile integrierenden Geschäftsmodelle: Das Kern-Business wird um Service- und Cloud-Elemente angereichert. «Klare Rollenverteilungen sind schon längst verschwunden. Hardware-, Software-, TK-Unternehmen und IT-Service-Provider bewegen sich in einem konvergierenden Markt», beobachtet Olaf Acker, Partner bei Booz & Company. Für diejenigen Unternehmen, die nur in einem Segment aktiv sind, wird die Luft dünner. Diese Herausforderung hat Microsoft erkannt und stellt sich ihr.

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