LINQ: Mehr Komfort für SharePoint

Um Daten aus Listen zu verarbeiten bietet SharePoint 2010 mit LINQ to SharePoint eine komfortable Alternative zu CAML-Queries. LINQ besitzt aber auch einige Nachteile.

LINQ bietet bei SharePoint 2010 mehr Komfort für das Abfragen von Listeninhalten
  

» Von Urs Bertschy, 19.04.2011 08:15.

Die bislang geläufigste Methode für Datenoperationen in SharePoint-Listen war das Formulieren von CAML-Queries, die in Kombination mit SPQuery- und SPSiteDataQuery-Objekten verwendet wurden. Leider führt die XML-basierte CAML-Syntax insbesondere bei komplexeren Abfragen sehr schnell zu aufgeblähtem Code, der nicht nur schlecht lesbar, sondern sehr fehleranfällig ist. Weitere Nachteile sind die mangelnde Unterstützung für IntelliSense und dass Fehler im CAML-Code erst zur Laufzeit durch wenig aussagekräftige Fehlermeldungen quittiert werden.

Alle diese Mankos werden durch LINQ to SharePoint ausgebügelt. LINQ (Language Integrated Query) ist eine mit .NET Framework 3.5 eingeführte, objektorientierte Abfragesprache, mit der Queries in einer an SQL angelehnten Syntax direkt im Programmcode formuliert werden können [1]. Die Vorteile: Typensicherheit, Prüfung durch den Compiler, IntelliSense bei der Formulierung von Abfragen sowie eine einheitliche Syntax für die Arbeit mit unterschiedlichen Datenquellen – etwa SQL Datenbanken, XML, ADO.NET Entity Framework, ADO.NET Data Services. Zwar gab es bereits für SharePoint 2007 einen LINQ-to-SharePoint-Provider, dieser wurde aber im Rahmen eines Community-Projekts entwickelt und von Microsoft nicht offiziell unterstützt.

SharePoint 2010 bringt neu LINQ als Abfragetechnologie mit. Die Abfragen lassen sich kurz, knapp und elegant formulieren und werden bereits beim Kompilieren auf Fehler geprüft. Ein weiteres Plus: Die zurückgelieferten Objekte einer LINQ-to-SharePoint-Abfrage liegen in Form von typisierten Business Objekten (Entities) vor. Auch das Weiterverarbeiten wird komfortabler.

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