Windows 10: Für wen der Umstieg lohnt

Für welche Firmen lohnt sich der Umstieg auf Windows 10 und was ist dabei zu beachten? Fragen auf die Berater und Windows-Experte Peter Grabowski im Interview eine Antwort hat.

» Von Ronald Wiltscheck, ChannelPartner, 26.02.2015 15:06.

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Immer mehr Details werden zu Windows 10 bekannt. Windows-Experte Peter Grabowski von Computacenter beleuchtet gegenüber unserer deutschen Schwester-Publikation ChannelPartner konzeptionelle und strategische Fragen, mit denen sich Unternehmen vor der Migration auf das neue Betriebssystem von Microsoft beschäftigen sollten.

Für welche Unternehmen lohnt es, auf Windows 10 zu migrieren?

Grabowski: Windows 10 eignet sich vor allem als Folgesystem für Windows 7 - gerade auch vor dem Hintergrund des absehbaren Support-Endes für den Vista-Nachfolger. Um zukunftsfähig zu bleiben, müssen sich alle Unternehmen, die aktuell Windows 7 nutzen, in absehbarer Zeit mit Windows 10 beschäftigen. Jetzt noch auf Windows 8 oder 8.1 zu migrieren, ist für sie wenig sinnvoll. Anders sieht dies für Nutzer von Windows 8 und 8.1 aus. Sie müssen im Einzelfall und je nach Zufriedenheit mit dem bestehenden Betriebssystem abwägen, ob der Migrationsaufwand gerechtfertigt ist.

Wie kann sich die IT auf die Migration vorbereiten?

Grabowski: Wie bei jedem Migrationsprojekt sind vor allem eine sorgfältige Planung und eine an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasste Strategie entscheidend. Höchste Priorität geniessen die Anwender: Welche spezifischen Anforderungen gibt es? Welche Angestellten arbeiten mobil? Wie greifen sie auf Unternehmensdaten zu? Wie werden Applikationen auf mobilen Endgeräten aktualisiert? All diese Fragen gilt es im Vorfeld zu beantworten. Ausserdem ist die zeitliche Planung wichtig: Fixe Termine wie der Geschäftsabschluss und andere IT-Projekte, die den Rollout verzögern könnten, sollten im Vorfeld berücksichtigt werden. Aufgrund des nicht zu unterschätzenden Aufwands ist es ratsam, einen kompetenten Partner bei der Planung und Umsetzung der Migration hinzuzuziehen.

Welche strategischen Weichen müssen hierfür gestellt werden?

Grabowski: Das Betriebssystem ist wichtig, aber seine Rolle sollte nicht überbewertet werden. Die Anwender arbeiten nicht mit Windows, sondern mit ihren Anwendungen und Daten. Eine zentrale strategische Weichenstellung vor der Windows-10-Migration können Unternehmen vornehmen, wenn sie Daten und Applikationen vom Betriebssystem entkoppeln - beispielsweise mithilfe eines Cloud-Dienstes. Die Unternehmens-IT stellt dabei die Applikationen und Daten virtuell in einer gesicherten Betriebsumgebung für die Nutzer bereit. Für den einzelnen Mitarbeiter bietet dies den Vorteil, dass dieser unabhängig vom verwendeten Endgerät und Betriebssystem problemlos auf Geschäftsanwendungen und seinen aktuellen Arbeitsstand zugreifen kann.

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