04.07.2012, 10:28 Uhr

RIM-CEO blickt in eine positive Zukunft

Thorsten Heins, seit diesem Jahr Chef von RIM, ist trotz vieler Negativmeldungen überzeugt, dass seine Firma gut aufgestellt ist. Mit BlackBerry 10 will man sogar wieder ganz oben im Smartphone-Markt mitmischen.
Bei RIM ist man überzeugt, in Zukunft wieder wettbewerbsfähig zu sein.
Ein neutraler Beobachter würde wohl nicht sagen, dass RIM momentan auf gesunden Füssen steht. Im Gegenteil, es scheint dem Blackberry-Hersteller immer schlechter zu gehen. Vor einigen Tagen gab das Unternehmen bekannt, den Start seines neuen Smartphone-Betriebssystems nach hinten verschieben zu mssen und zustzlich 5000 Stellen abzubauen. Kein Grund zur Sorge für den RIM-Chef Thorsten Heins. Der äusserte sich im kanadischen «Radio CBC» folgendermassen: «Mit der Firma ist momentan alles in Ordnung». Heins ist überzeugt, «dass RIM über Jahre hinweg ein sehr starker Player im Smartphone-Markt sein wird». «Das Unternehmen ignoriert weder, was in der Welt geschieht, noch befinden wir uns in einem Teufelskreis», sagte Heins in der Sendung Metro Morning. Seit knapp sechs Monaten ist Heins CEO von RIM und diese Zeit habe er auch gebraucht, um herauszufinden, dass die Firma grosse Veränderungen braucht. «Das habe ich zu Beginn unterschätzt», gibt der 55-Jährige zu. «Ich rede darum nicht über die Firma, die ich im Januar übernahm, sondern die Firma, wie sie nun aufgestellt ist.» Lesen Sie auf der nächsten Seite: BlackBerry 10 soll alles richten

BlackBerry  10 soll alles richten 

In den letzten Wochen kamen immer wieder Gerüchte auf, RIM könnte aufgeteilt werden. Dem widersprach Heins nicht: «Wir prüfen alle Optionen. Wir haben Investmentbanken engagiert, die unsere Finanzen anschauen. Wenn die uns empfehlen, die Firme zu splitten, werden wir das sicher anschauen müssen. Am Ende geht es immer um die langfristigen Zukunftsaussichten der Firma.» Alleine in diesem Quartal musste RIM 500 Millionen Dollar Verlust hinnehmen, Heins erwartet für die nächsten Quartale ähnliche Zahlen. Doch mit Blackberry 10, das neu im Frühjahr 2013 erscheinen soll, wird scheinbar alles besser. «Natürlich wird die Firma genug lange überleben, um den Launch zu erleben», verteidigt Heins eine entsprechende Frage des Reporters. Und wenn dann BlackBerry 10 da ist, wird das nicht nur ein neues Produkt sein. Es soll laut Heins ein komplett neuer Weg für RIM sein, Mobile Computing zu betreiben. Was er damit meint, liess er aber offen. «In Asien wachsen wir nach wie vor. Es gibt nach wie vor Gebiete, wo wir die Nummer eins sind. Wir sind mitten in einer Übergangsphase. Wir wissen, was wir tun», verteidigt der CEO seine Firma weiter. Über die Zukunft seiner Firma macht er sich darum auch keine Sorgen, all die Schwierigkeiten scheinen nur temporär: «Ja, momentan ist es eine grosse Herausforderung, besonders im US-Markt. Aber die Firma befindet sich im Umbruch und ich bin überzeugt, dass wir diesen erfolgreich bestreiten werden.» Trotz dieses Interviews fiel die RIM-Aktie gestern um 1,9 Prozent auf noch 7,35 Dollar.   Lesen Sie auf der nächsten Seite: BlackBerry Roadmpap für 2013 geleaked

BlackBerry Roadmpap für 2013 geleaked

Der Szene-Website blackberryos.com wurde heute eine mutmasliche BlackBerry-Roadmap in die Hände gespielt. Demnach ist das Release definitiv für das erste Quartal 2013 geplant und soll von der Lancierung der beiden Smarpthones «London» und «Nevada» begleitet werden. Die beiden Geräte sollen ein zeitgemässes Touchscreen-Design (London) und das traditionelle QWERTZ-Layout (Nevada) bieten. Der Launch ist zuerst für Europa geplant, die USA sollen kurz darauf folgen. RIMs Tablet-PC PlayBook bekommt ebenfalls im ersten Quartal 2013 ein Update auf BlackBerry 10. Im zweiten, dritten und vierten Quartal folgen dann mit Nashville, Blackforest und Naples drei weitere BlackBerry-Geräte, von denen Blackforest den Angaben zufolge ein 10-Zoll-Tablet-PC ist. Die anderen Projekte sind vermutlich Smartphones.  Im vierten Quartal will RIM mit einer Überraschung aufwarten. Winchester2 soll eine 4G-Variante des Ladenhüter-Tablets Playbook sein. RIM wollte bisher nicht kommentieren, ob die Roadmap echt ist.



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