Nach Bekanntwerden der freihändigen Vergabe des Millionenschweren Auftrags hat der Verein «Swiss Open Systems User Group /ch/open» Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht. Jetzt gab der Bund den Abbruch der Vergleichsverhandlungen bekannt. Seine Begründung: Die Open-Source-Vereinigung hätte die Beschwerde auf den gesamten Informatikbetrieb ausdehnen wollen und sei auf die vermittelnden Vorschläge nicht eingegangen.
Ganz anders klingt die Sache auf Seite der Beschwerdeführer: Matthias Stürmer, Vorstandsmitglied von «Swiss Open Systems User Group /ch/open», stellt klar, dass der Bund von Anfang an vermittelt habe, auch künftig eine grosse Anzahl an IT-Projekten freihändig vergeben zu wollen und dass dies nicht Gegenstand der Verhandlungen sei. In der Folge hätten die Beschwerdeführer zumindest über andere Verbesserungen wie die Umsetzungsmassnahmen der Open-Source-Strategie verhandeln wollen. Aber auch darüber scheint der Bund nun nicht mehr verhandlungsbereit.
Aufgrund der gescheiterten Verhandlungen wird das Gerichtsverfahren jetzt wieder aufgenommen. Die Open-Source-Front will weiter um die Gleichbehandlung der Marktteilnehmer kämpfen.
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