09.07.2009, 14:27 Uhr
30% mehr Firmenpleiten bei IT-Dienstleistern
Die Firmenpleiten haben in der Schweiz einen neuen Negativrekord erreicht: Im ersten Halbjahr 2009 meldeten 2455 Unternehmen Konkurs an. Das sind 32 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Von dieser Entwicklung blieben leider auch die Schweizer Informatikdienstleister nicht verschont.
In den Konkursstatistiken der Wirtschaftsauskunftei Dun & Bradstreet (D&B), wurden noch nie so viele Unternehmenspleiten verzeichnet wie in diesem 1. Halbjahr. Gleichzeitig wurden auch weniger Unternehmen gegründet: Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Neugründungen von 17796 auf 17229 zurückgegangen. Vor allem der Kanton Zug wurde von der Pleitewelle im ersten Halbjahr 2009 besonders heftig überrollt: Im Holding- und Domizilkanton stieg die Zahl der Firmenkonkurse um über 72 Prozent an. 171 Firmen meldeten bis Ende Juni Konkurs an - so viele wie noch nie. Die letzten Monate brachten auch in den Kantonen Tessin, Genf und Waadt einen neuen Firmenpleiterekord. Der schweizweit rasante Pleiteanstieg von 51 Prozent im Mai und über 70 Prozent im Juni ist laut den Experten von D&B der bittere Vorgeschmack auf die bevorstehende Hochsaison des Pleitegeiers im kommenden Herbst und Winter. Gemäss deren Konkurs-Prognose sollen in diesem Jahr nämlich insgesamt 5100 in der Schweiz ansässige Firmen pleite gehen.
Pleitegeier kreist auch über der Informatikbranche
Lokal tätige Klein- und Mittelbetriebe im Einzelhandel, Gewerbe und Handwerk profitierten lange Zeit vom robusten Privatkonsum, der nun aber in den letzten Monaten ebenfalls eingebrochen ist. Mittlerweile bekommen die Krise alle Branchen zu spüren und auch die Schweizer Informatikdienstleister werden nicht verschont: Im ersten Halbjahr 2009 hat die Zahl der Neueintragungen dramatisch abgenommen. Mit 812 Neugründungen gab es 115 weniger als im Vorjahreszeitraum. Ebenfalls düster sieht es bei den Firmenkonkursen aus: Insgesamt sind 83 Informatikdienstleister pleite gegangen. Verglichen mit 2008 sind das knapp 30 Prozent mehr Konkurse. Besonders hart hat es jedoch die Personalvermittlungsbranche getroffen. Bedingt durch den Personaleinstellungsstopp verzeichnet diese einen Konkursanstieg von 250 Prozent. Bei den Holding- und Investmentgesellschaften nahm die Zahl der Pleiten um über 150 Prozent zu und im Maschinenbau lag die Zunahme gegenüber dem Vorjahr immer noch bei beinahe 80 Prozent.
Lokal tätige Klein- und Mittelbetriebe im Einzelhandel, Gewerbe und Handwerk profitierten lange Zeit vom robusten Privatkonsum, der nun aber in den letzten Monaten ebenfalls eingebrochen ist. Mittlerweile bekommen die Krise alle Branchen zu spüren und auch die Schweizer Informatikdienstleister werden nicht verschont: Im ersten Halbjahr 2009 hat die Zahl der Neueintragungen dramatisch abgenommen. Mit 812 Neugründungen gab es 115 weniger als im Vorjahreszeitraum. Ebenfalls düster sieht es bei den Firmenkonkursen aus: Insgesamt sind 83 Informatikdienstleister pleite gegangen. Verglichen mit 2008 sind das knapp 30 Prozent mehr Konkurse. Besonders hart hat es jedoch die Personalvermittlungsbranche getroffen. Bedingt durch den Personaleinstellungsstopp verzeichnet diese einen Konkursanstieg von 250 Prozent. Bei den Holding- und Investmentgesellschaften nahm die Zahl der Pleiten um über 150 Prozent zu und im Maschinenbau lag die Zunahme gegenüber dem Vorjahr immer noch bei beinahe 80 Prozent.
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Wirtschaftsauskunftei Dun & Bradstreet.
Manuela Amrein