VMware Workstation 9 im Test

Knapp 9 Monate nach dem letzten grossen Release hat VMware erneut ein Update für seine Workstation-Lösung veröffentlicht. Dieses bringt neue Sicherheits-Funktionen, die Unterstützung für Windows 8 - und kann VMs im Browser anzeigen.

Unterstützt Windows 8: Die VMware Workstation 9.Unterstützt Windows 8: Die VMware Workstation 9.

weitere Artikel

Weitere Artikel im Dossier

» Von Moritz Jäger, 02.10.2012 09:41.

Dieser Artikel wurde ursprünglich in unserer Schwesterpublikation Tecchannel.de veröffentlicht. 

Die kommende Veröffentlichung von Microsofts neuem Betriebssystem dürfte mit ein Grund für den schnellen Produktzyklus sein. Denn eine der grossen Neuerungen in der aktuellen Version von VMware Workstation 9 ist die Unterstützung für Windows 8. Das neue Microsoft-System kann sowohl als Host dienen, wie auch als Gastinstallation - letzteres dürfte vor allem für Entwickler und Test interessant sein. Die Unterstützung erstreckt sich dabei auch auf die Touch-Funktionalitäten - verfügt das Host-System über die entsprechenden Fähigkeiten, leitet VMware Workstation 9 diese auf Wunsch auf das Zielsystem durch. Clever ist auch, dass der Unity-Vollbildmodus mit Metro zurechtkommt, so kann man Windows 8 testen, ohne das komplette System umstellen zu müssen.

Neue Hardware für VMs

Die neue Version VMware Workstation 9 bringt einige Verbesserungen für virtuelle Hardware. Die Software verfügt über optimierte Grafiktreiber, die auch unter einem virtuellen Windows 8 3D-Inhalte rendern können. Laut VMware profitieren davon auch Programme wie AutoCAD. Von diesen neuen Funktionen zeihen nicht nur Windows-VMs nutzen, sondern auch Linux-Installationen. Diese können künftig OpenGL verwenden, VMware liefert dafür einen speziellen Treiber. Der Vorteil ist, dass neuere Linux-Distributionen so ohne die VMware Tools mit der verbesserten Grafik arbeiten können.

Eine weitere Neuerung betrifft USB 3.0, auch wenn diese noch nicht ganz ausgereift ist: Aktuell unterstützt VMware USB-3.0-Schnittstellen in Windows 8 oder auf Linux-Distributionen, die einen nativen Treiber mitbringen. Ist diese Hürde genommen, lassen sich Geräte mit voller Geschwindigkeit auch in der virtuellen Umgebung nutzen.

Beim Thema Nested Virtualization, also einer Virtualisierung innerhalb der Virtualisierung, wurde die Unterstützung für virtuelle Erweiterungen vom Typ Intel VT-x/EPT oder AMD-V/RVI optimiert. In der Praxis bedeutet das etwas, dass Sie in der Workstation 9 einen ESX-Server installieren und auf diesem wiederum virtuelle 64-Bit-Systeme einrichten können. Dieses Feature wurde bereits in früheren Versionen integriert und ist etwa für die Entwicklung oder für Schulungszwecke gedacht. Dazu kommt eine mehr oder weniger offizielle Unterstützung für Hyper-V von Microsoft. Laut VMware unterstützt Microsoft kein Nesting, daher wird der Einsatz für Produktivumgebungen nicht empfohlen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: WSX - virtuelle Systeme im Browser

Werbung

KOMMENTARE

Keine Kommentare

KOMMENTAR SCHREIBEN

*
*
*
*

Alles Pflichfelder, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.

Die Redaktion hält sich vor, unangebrachte, rassistische oder ehrverletzende Kommentare zu löschen.
Die Verfasser von Leserkommentaren gewähren der IDG Communications AG das unentgeltliche, zeitlich und räumlich unbegrenzte Recht, ihre Leserkommentare ganz oder teilweise auf dem Portal zu verwenden. Eingeschlossen ist zusätzlich das Recht, die Texte in andere Publikationsorgane, Medien oder Bücher zu übernehmen und zur Archivierung abzuspeichern.

 
 
 
 
 
 
 
 

MiniAds