OmniPage 18 im Test: Sekundenschnell

OmniPage verspricht, gedruckten Text in editierbare Inhalte umzuwandeln. Das gelingt der Software schneller als der Vorversion – aber kaum besser.

Bei mehrspaltigen Texten übernimmt OmniPage jetzt auch den TextflussBei mehrspaltigen Texten übernimmt OmniPage jetzt auch den Textfluss
  

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» Von Mark Schröder , 28.09.2011 06:00.

Zeitungen und Dokumente lesen Geschäftsleute heute auf dem iPad. Im Büro liegt aber noch viel Papier herum, das man scannen muss, um es unterwegs zu prüfen. OCR-Software (Optical Character Recognition) wie OmniPage verwandeln diese in digitale Inhalte. In Version 18 bekommt das Programm nun einen Anschluss an die Cloud: Benutzer können gescannte Dokumente, PDFs oder auch Fotos von Textseiten im Onlinespeicher von Amazon, Google oder Microsoft ablegen. Das auf dem Büro-PC installierte OmniPage liest die Dateien dann ein und speichert die fertigen Texte zurück ins Netz.


Dabei legt die Software ein Höllentempo vor: Im Vergleich mit der Vorversion ist OmniPage um 50 Prozent schneller. Eine einseitige Tabelle mit kryptischen Abkürzungen ist innert einer halben Sekunde digitalisiert (OmniPage 17: 4 Sekunden), die Doppelseite aus einem Buch innert 5 (11) und ein mit zu geringer Auflösung gescanntes, kleingedrucktes Vertragsdokument innert 26 Sekunden (55). Ebenfalls verbessert hat Hersteller Nuance die Layoutübernahme, etwa bei Fliesstext in Spalten: Am Ende einer Spalte fliesst der Text nun tatsächlich in die nächste Spalte – versprochen war das schon in der Vorversion, nur so richtig funktionieren wollte es dort noch nicht.

Unverändert sind die Schwierigkeiten der Software, Texte auf niedrig aufgelösten Bildern zu erkennen. Problematisch sind Kleingedrucktes, Fussnoten-markierungen und Akzente bei mehrsprachigen Texten. Bei Fotos gibt es einen weiteren Stolperstein: Schrift sollte ohne perspektivische Verzerrung aufgenommen werden, sonst sinkt die Erkennungsleistung von 90 auf unter 50 Prozent. Noch tiefer ist die Rate bei ungewöhnlichen Schriftarten oder Fraktur.

Fazit: Das Tempo beeindruckt, die Erkennungsleistung ist nach wie vor gut und OmniPage 18 verarbeitet jetzt auch Dateien aus dem Internet.

Nuance OmniPage Professionell 18

Preis: Fr. 195.– (Strassenpreis)

+ Hohes Tempo, gute Erkennung

-  Aktivierung, Fotoerkennung nur Durchschnitt

www.nuance.com/omnipage

Alternative: Abbyy FineReader 10 (Fr. 240.–) versteht sich besser auf mehrsprachige Dokumente. Readiris 12 von Iris (Fr. 100.–) liest nicht so akkurat.

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