Marktübersicht: ERP-Angebote für KMU

Betriebswirtschaftliche Software-Suites müssen flexiblen Spielraum für

individuelle Bedürfnisse und Wachstum bieten.

    

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» Von Manuela Amrein, 27.06.2008 07:34.

Der Markt für ERP-Software (Enterprise Ressource Planning) boomt. Gemäss dem Marktforschungsunternehmen IDC soll das Umsatzvolumen von integrierter Software im vergangenen Jahr um sieben Prozent gewachsen sein. Wachstumstreiber sind laut den Analysten zwar die klassischen KMUs, doch auch Kleinstunternehmen kommen auf den Geschmack: Lösungen zur effizienten Ressourcenplanung stehen für mehr Transparenz, besseren Kundendienst und beschleunigte Arbeitsabläufe im Unternehmensalltag. Zudem senken weitestgehend automatisierte Standardabläufe die Fehlerquote und schaffen eine Grundlage für genauere und solidere Analysen der aktuellen Geschäftsentwicklung.

Zukunftsgerichtete Architektur

Während die Top-Player SAP und Oracle den ERP-Markt in der Schweiz antreiben, folgt ihnen die Konkurrenz dicht auf den Fersen. Die Systeme unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer fachlichen Ausrichtung, der Skalierbarkeit und den zum Einsatz kommenden Technologien.

SAP Business All-in-One ist eine massgeschneiderte ERP-Lösung für kleine und mittlere Unternehmen.
SAP Business All-in-One ist eine massgeschneiderte ERP-Lösung für kleine und mittlere Unternehmen.
Doch gerade im KMU-Bereich ist Flexibilität die Grundvoraussetzung um erfolgreich zu sein. Die Anforderungen an eine ERP-Lösung sind von Unternehmen zu Unternehmen so unterschiedlich, wie die Angebote der verschiedenen Hersteller. Heutige ERP-Lösungen sollten aber weitgehend alle Geschäftsprozesse abbilden und modular ausbaubar sein. Nur dann lässt sich auch nach der Einführung die bestehende ERP-Software um weitere Module ergänzen.

Zu den typischen Funktionsbereichen einer ERP-Lösung gehören die Materialbewirtschaftung, Produktion, Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Personalwirtschaft, Forschung und Entwicklung, Verkauf und Marketing sowie die Stammdatenverwaltung. Durch die individuellen Ansprüche und Anforderungen ist die Einführung von ERP meist ein komplexes Projekt und nimmt auch eine längere Einführungszeit in Anspruch. Für Schweizer KMUs rechnet man generell zwischen 6 bis 8 Monaten. In grösseren Firmen kann sich ein Rollout durchaus über 2 bis 3 Jahre hinausziehen.

Flexibilität statt Einheitslösungen

Speziell mittelständische Unternehmen wünschen eine Lösung, die sich durch eine hohe Flexibilität und Funktionsvielfalt auszeichnet. Gleichzeitig soll sie sich den Bedürfnissen und wettbewerbsentscheidenden Unternehmensprozessen des jeweiligen Betriebes anpassen - nicht umgekehrt. Die JD Edwards EnterpriseOne von Oracle verfügt standardmässig bereits über eine Vielzahl von Best-Practice-Prozessen, ist aber auch offen für künftige Anforderungen.

Microsoft Dynamics NAV verfügt über gleiches «Touch-and-Feel» wie gewohnte Office-Applikationen.
Microsoft Dynamics NAV verfügt über gleiches «Touch-and-Feel» wie gewohnte Office-Applikationen.
Als Betriebssystem setzt Windows einen Standard. Linux kann immerhin bei der Hälfte der Anbieter als Alternative verwendet werden. ein Sonderfall ist Xpert.Line von Soreco. Dieses ERP-System unterstützt alle gängigen Betriebssysteme und beruht vollständig auf der «Rich Internet Application»-Technologie (RIA). Mit dieser Neuheit stellt Soreco Unternehmen prozessorientierte ERP-Anwendungen zur Verfügung, deren Weboberflächen in Funktionsumfang, Oberflächendesign und Geschwindigkeit einer PC-Applikation in nichts mehr nachstehen.

Die untenstehende Software-Suite von Bison unterstützt weder Windows noch Linux und kommt hauptsächlich auf AS400 Rechnern von IBM zum Einsatz.

Zugang für Kunden und Zulieferer

Nicht nur Global Player, sondern auch lokale Anbieter wie die Krienser Opacc oder die Kronbühler Abacus setzen vermehrt auf webtaugliche Produkte. Auch bei der ERP-Lösung alpha.px2 von Bison können Kunden, Aussendienstmitarbeiter und Techniker ohne eine grafische Benutzeroberfläche installieren zu müssen, über WebAccess, Internet, Intranet, EDI und Lotus Notes direkt in die Geschäftsprozesse einbezogen werden. Diese Modernisierungsmassnahme spart nicht nur Zeit, sondern bringt auch einen wesentlichen Kostenvorteil mit sich.

Bis auf Bison bieten übrigens alle Hersteller alternative Finanzierungsmodelle durch Leasing oder Miete an. Ein sehr wichtiger Aspekt ist auch die Verfügbarkeit der Daten sowie der Datenimport und -export, der bei allen untenstehenden Lösungen gewährleistet ist.

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