Test: LG G6

» Von Luca Diggelmann , 11.05.2017 14:53.

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Kamera

Was HTC und Apple mit ihren zwei Kameras vorgemacht haben, ist Standard geworden. Auch das LG G6 hat zwei Kameras verbaut. Ähnlich wie beim iPhone handelt es sich dabei um zwei Objektive mit unterschiedlichen Brennweiten. Somit kann das G6 quasi optisch zoomen. Zumindest von einer weiten auf eine engere Brennweite springen. Der Übergang geht dabei absolut fliessend.

Generell ist die Kamera-App von LG sehr clever gestaltet. Je nach Kameramodus erscheint auf der rechten Seite neben dem Auslöser ein anderer Balken, mit dem eine Einstellung verändert werden kann. Im Normalfall handelt es sich um den Zoombalken. Fotografiert man jedoch im «Food»-Modus wechselt dieser auf einen Weissabgleichbalken, da man diesen für Food-Fotografie eher brauchen wird als den digitalen Zoom. Zwischen Front- und Hauptkamera wird wie bei HTC mit Wischgesten vom Rand her gewechselt. Etwas schade ist nur, dass man HDR nur per Menü ein- oder ausschalten kann. Da bleibt man wohl meistens auf dem Auto-Modus.

Qualitativ bietet das G6 etwa, was man erwarten darf. Solide Qualität am oberen Ende des Qualitätsspektrums für Smartphones. Vergleichbar mit den Huaweis, iPhones und Galaxys der Welt. Farblich orientiert sich LG eher an Samsung und legt etwas mehr Sättigung drauf, während Huawei und Apple eher blassere, dafür realistischere Bilder schiessen. Am Ende Geschmackssache. Was LG fehlt, ist ein Schnellstart für die Kamera, bei dem man die Kamera durch schnelles Drücken des Ein-/Aus-Buttons aktivieren kann. Nicht wirklich ein Verlust, aber möglicherweise eine Umgewöhnung für einige.

Fazit

LG ist mit dem G6 ein grundsolides Smartphone gelungen, das durchaus mit der Konkurrenz mithalten kann. Allerdings fehlt dem Gerät ein relevantes Alleinstellungsmerkmal, das es wirklich von den anderen Modellen abhebt. Ein leicht längeres Display mit anderem Seitenverhältnis, für das es kaum Inhalte gibt, ist nicht wirklich überzeugend. Kombiniert man das mit lediglich 32 GB für einen durchaus ansehnlichen Preis von 749 Franken, kommt ein Smartphone heraus, das durchaus gut ist, aber noch Luft nach oben hat

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