Test: iPhone 8 (Plus)

» Von Klaus Zellweger , 29.09.2017 14:35.

weitere Artikel

Bildergalerie

Neue Dateiformate

Viele Eigenschaften des iPhone 8 sind nur möglich, weil neue Bild- und Filmformate zum Einsatz kommen.

HEIF. Bei Fotos wird auf Wunsch statt JPEG das neue HEIF verwendet (für «High Efficiency Image File Format»). Dabei handelt es sich um einen offiziellen Standard der «Moving Picture Experts Group» (MPEG). HEIF soll langfristig JPEG verdrängen.

Zu den wichtigsten Vorzügen gehören eine bessere Bildqualität bei deutlich reduziertem Datenverbrauch. JPEG-Artefakte sind Geschichte. Ausserdem lassen sich mehrere Fotos in eine Datei verpacken. Dazu gehören Originale und modifizierte Kopien oder Bildserien, die mit dem Burst-Mode des iPhone 8 geschossen wurden.

Auf dem Mac oder PC versteht sich (noch) kaum ein Programm mit HEIF. Abhilfe schafft der kostenlose iMazing HEIC Converter für Mac und PC. Besten Dank!

HEVC steht für High Efficiency Video Codec. Dabei handelt es sich um Videos, die nach dem H.265-Standard codiert wurden, der den alten H.264-Standard in Rente schicken soll. H.265 bietet etwa dieselbe Qualität wie H.264, doch die Datenmenge wird auf die Hälfte eingedampft. Die Verwendung von HEVC ist zwingend, wenn Videos in 4K/60fps aufgezeichnet werden sollen.

Das grösste Problem von H.265 ist die enorme Rechenleistung, die für die Codierung während der Aufnahme benötigt wird. Deshalb ist der Codec nur auf dem iPhone 8 oder neuer verfügbar.

Kompatibilität. HEIF und HEVC sind von einer grossflächigen Verbreitung noch weit entfernt. Werden ein Video oder ein Foto zum Beispiel auf Instagram gepostet, wird das Material automatisch in JPEG oder H.264 umgewandelt. Hingegen lässt sich zum Beispiel ein Video in H.265 auch in iMovie auf dem iPad Pro oder einem Mac schneiden. In den Einstellungen des iPhones wird definiert, wie das Video weitergereicht wird.

Die Kamera im iPhone 8 Plus

Alle bis jetzt beschriebenen Eigenschaften treffen gleichermassen auf das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus zu. Das grosse Modell bietet jedoch Dank seiner Doppelkamera einige Eigenschaften, die es für engagierte Hobbyfotografen unwiderstehlich machen.

Neben dem 29-Millimeter-Weitwinkel (Kleinbild) bietet das Plus-Modell ein moderates Tele mit 63 Millimeter, das vor allem bei Portoräts für schmeichelhafte Proportionen sorgt. Neu ist auch das Tele optisch stabilisiert.

Gezoomt wird, indem die «2×»-Taste auf dem Display angetippt wird. Für stufenlose Zooms wird die Taste gedrückt gehalten. Das digitale Zoom reicht bis zur 10-fachen Vergrösserung, aber das ist Nonsens. Besser ist die Selbstbeschränkung auf eine zweifache Vergrösserung mit anschliessender Korrektur des Ausschnitts.

Nächste Seite: Porträt-Modus und -licht

Werbung

KOMMENTARE

Keine Kommentare

KOMMENTAR SCHREIBEN

*
*
*
*

Alles Pflichfelder, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.

Die Redaktion hält sich vor, unangebrachte, rassistische oder ehrverletzende Kommentare zu löschen.
Die Verfasser von Leserkommentaren gewähren der NMGZ AG das unentgeltliche, zeitlich und räumlich unbegrenzte Recht, ihre Leserkommentare ganz oder teilweise auf dem Portal zu verwenden. Eingeschlossen ist zusätzlich das Recht, die Texte in andere Publikationsorgane, Medien oder Bücher zu übernehmen und zur Archivierung abzuspeichern.