Der Microsoft Surface Laptop im Test

» Von Simon Gröflin , 23.06.2017 10:53.

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Dieses Windows 10 S

Startet man den kleinen Microsoft-Laptop zum ersten Mal, spricht sogar Cortana auf einmal frei von der Leber weg. Seit dem Creators Update kann man der Microsoft-Gehilfin auch während des Setups per Stimme befehlen, welche Sprachregion und welche Schnelleinstellungen sie übernehmen soll. Allerdings ist hier zunächst nicht die Rede von Windows 10 Home oder Pro, sondern von einem stark eingeschränkten «Windows 10 S». Dieses unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum von dem echten Windows 10.

Die meisten Anwender werden wohl ziemlich schnell auf Windows 10 Pro aktualisieren, was man entgegen der gegenwärtigen Falschinformation auf der Microsoft-Webseite bis Ende Jahr noch gratis tun darf. Danach wird eine Lizenzgebühr von 60 Franken fällig. Aber was ist eigentlich dieses Windows 10 S? Gleich vorweg: Ganz so leichtgewichtig wie ein Chrome OS ist Windows 10 S nicht. Warum? Weil es gegenüber Windows 10 Pro nicht unbedingt eine bessere Performance bringt, wenn man wie in unserem Fall von jeweils einem frisch aufgesetzten Betriebssystem beider Varianten ausgeht.

Es gibt einen Weg zurück

Mit Sicherheit bietet Windows 10 S langfristig einen grossen Hauptvorteil: Es bleibt stabil und so flüssig wie nach der ersten Installation. Der Hauptgrund, aber auch die gleichzeitige Haupteinschränkung hier ist der Windows Store, von dem man unter Windows 10 S ausschliesslich Apps installieren kann. Also nichts mit regulären Desktop-Programmen wie Adobe Photoshop oder Steam. Der Store verunmöglicht aber vor allem eines: die Installation irgendwelcher Malware. Durch das Browser-Diktat des Edge-Browsers kann sich der Anwender zudem keine lästigen Toolbars und sonstige «Suchmaschinen-Optimierer» einfangen.

Randnotiz: Andere Browser wie Firefox oder Chrome gibt es nicht im Store. Noch einmal: Das Ökosystem von Windows 10 S ist nicht schlanker. Der einzige Hauptunterschied sind die ausschliesslich möglichen App-Installationen aus dem Store. Die funktionalen und sicherheitsrelevanten Updates trudeln übrigens ebenfalls zum selben Zeitpunkt ein wie bei Windows 10 Home oder Pro.

Für wen ist Windows 10 S?

Nun, für wen lohnt sich denn Windows 10 S überhaupt? Eigentlich vor allem für Anwender, die viel surfen, E-Mails abrufen, Office-Dokumente bearbeiten, Musik hören oder den kleinen Laptop unterwegs im Betrieb haben. Office 365 lässt sich über die App natürlich ebenfalls installieren. Für diese Anwendergruppe hat der Windows Store inzwischen doch einiges zu bieten, jüngst ist sogar eine Spotify-App dazugekommen.

Trotzdem: Die meisten von uns werden den tüchtigen Laptop wohl sehr schnell auf Windows 10 Pro hieven. Das kann man noch bis Ende Jahr gratis mit zwei, drei Kicks in weniger als 15 Minuten erledigen. Die Einstellungen und persönlichen Daten werden sogar übernommen. Beim Upgrade nach Ablauf dieser Frist wird eine Lizenz-Gebühr von 60 Franken fällig.

Neuerdings gibt es sogar wieder einen Weg zurück, wenn man das Upgrade auf Windows 10 Pro im Nachhinein bedauert. Allerdings müssen in diesem Fall zuvor die Daten gesichert werden, weil man dann ein Wiederherstellungsabbild mit Windows 10 S auf ein externes Medium herunterlädt und es im Anschluss auf den Laptop bügelt. Das Gerät befindet sich danach wieder im Auslieferungszustand.

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