Chromebooks und G Suite im Praxis-Einsatz

» Von Frank-Michael Schlede, Thomas Bär*, 18.05.2017 08:00.

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Office Paket aus der Cloud

Kein Hinderungsgrund für den Chromebook-Einsatz sollte dagegen die Software-Ausstattung sein. Mit der Software-as-a-Service-Lösung G Suite – den früheren Google Apps for Work – macht Google erklärtermassen Microsoft Office 365 Konkurrenz. Unter der Überschrift «Zusammenarbeit» stellt die G Suite die klassischen Office-Module Textverarbeitung (Docs), Tabellen, Formulare, Präsentation und Sites (Webseiten) bereit, ergänzt durch Kommunikationsanwendungen wie Gmail, den Messenger Hangouts, den Kalender und das Social Network Google+. Und für die Datenspeicherung steht die Google-eigene Daten-Cloud Google Drive bereit.

Vom Einsatz dieser Cloud-Suite könnten nicht zuletzt kleinere Firmen profitieren, da viele Anwender die Google-Lösungen aus dem privaten Umfeld kennen und sie deshalb schnell und ohne lange Lernphase produktiv nutzen könnten. Das Arbeiten mit den verschiedenen Anwendungen funktioniert gut und auch über Plattformgrenzen hinweg – so stellt Google native Anwendungen der G Suite sowohl für iOS- als auch für Android-Geräte bereit.

Im Vergleich zu Office 365 ist es für weniger erfahrene Administratoren deutlich einfacher, die G Suite auszurollen – gerade im Zusammenspiel mit Chromebooks als Endgeräten. Für Geschäftsführung und IT-Entscheider bedeutet das weniger Kosten, weil weniger Spezialwissen nötig ist. Während aber Microsoft Firmen, die keine eigene Domäne besitzen beziehungsweise diese nicht für die Office-Suite nutzen möchten, eine solche als Teil des Pakets zur Verfügung stellt, muss für die G Suite zwingend eine bestehende Domäne verwendet oder eine neue erworben werden – selbst wenn man die Suite nur testweise ausprobieren will.

Zu beachten ist zudem, dass die Android- und iOS-Apps in der Regel nur ein Subset der vollständigen Funktionen der G Suite bieten. Dokumente im Microsoft-Office-Format lassen sich mit der G Suite bearbeiten, allerdings müssen sie dazu in Googles proprietäres Dateiformat umgewandelt werden. Die Zusammenarbeit mehrerer Anwender an einem Dokument wiederum klappt in der G Suite tadellos.

Ein Makel aber bleibt den Chromebooks: Der Standort der dafür notwendigen Cloud-Server befindet sich in den USA. Hier schneidet Microsoft im Vergleich zu Google eindeutig besser ab: Seit Kurzem steht Office 365 auch über deutsche Rechenzentren der Telekom zur Verfügung. Viele Unternehmen wollen, bei aller Begeisterung für die Cloud und die Fähigkeiten der G Suite, nicht, dass ihre Daten in den USA gespeichert werden.

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