Chromebooks und G Suite im Praxis-Einsatz

» Von Frank-Michael Schlede, Thomas Bär*, 18.05.2017 08:00.

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Chromebooks im Business

Wer das Konzept der Chromebooks mit den eingangs geschilderten Charakteristika der Thin Clients vergleicht, wird schnell feststellen, dass sich diese Geräteklasse auch sehr gut für das Business-Umfeld eignet. Das bestätigt Martin Rist, Education Business Development bei HP: «Chromebooks werden in Deutschland vor allem für den Einsatz im geschäftlichen Umfeld nachgefragt. Für die Kaufentscheidung ist neben dem Betriebssystem Chrome OS vor allem der reduzierte Wartungsaufwand und das detaillierte Device Management entscheidend. Bei Chromebooks ist es einfach möglich, funktionale Profile zu erstellen und einzelnen Mitarbeitern entsprechend ihren Aufgaben zuzuordnen. Damit ist das Chromebook die optimale Client-Lösung in modernen Büroumgebungen.»

Zu ihren besonderen Vorzügen gehört, dass wirklich alles, was die Nutzer benötigen, online bereitsteht. Wenn sich ein Anwender mit seinem Google-Account auf einem Chromebook anmeldet, stehen ihm unmittelbar all seine Daten und Anwendungen zur Verfügung – und das auch, wenn es sich um ein fremdes Chromebook-System handelt. Installiert er zum Beispiel auf diesem fremden System eine neue Anwendung, dann stellt ihm Chrome OS diese mit einem Klick auch auf jedem anderen System bereit, an dem er sich anmeldet.

Ein weiterer Vorzug dieser Geräte sind ihre günstigen Anschaffungspreise, die deutlich unter denen für traditionelle Notebooks oder Prestige-Geräte wie Apples Mac-Books und Microsofts Surface-Systeme liegen. Nicht zuletzt das dürfte ausschlaggebend dafür sein, dass Chromebooks in den USA vermehrt als Standardgeräte an Schulen und Universitäten zum Einsatz kommen. Die «New York Times» meldete am 2. März 2017 sogar, dass Apple «den Zugriff auf die amerikanischen Klassenzimmer verliert», und berief sich dabei auf eine Studie der Consulting-Firma Futuresource, wonach Apples iOS- und Mac-OS-Geräte im Education-Umfeld auf den dritten Platz nach Google- und Microsoft-Windows-Geräten abgerutscht sind.

Den Kostenaspekt betont auch Michael Herkens, Geschäftsführer der Cloudpilots Software & Consulting GmbH, die sich unter anderem darauf spezialisiert hat, Unternehmen bei der Transformation von Geschäftsprozessen und -anwendungen in die Cloud zu beraten und zu begleiten. Herkens beobachtet einen regelrechten Umbruch bei der IT-Beschaffung: «Die traditionelle Beschaffungskette Unternehmen – Reseller – Distributor wird durch die Chromebooks dramatisch kürzer, wodurch sich Beschaffungskosten für Unternehmen reduzieren. Ist die Hardware eines Mitarbeiters defekt, geht er in den nächsten Computerladen oder bestellt das Chromebook über Amazon, meldet sich an der Unternehmensdomäne an und in weniger als einer Minute ist seine komplette Arbeitsumgebung wiederhergestellt.»

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