Chromebooks und G Suite im Praxis-Einsatz

» Von Frank-Michael Schlede, Thomas Bär*, 18.05.2017 08:00.

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Das Prinzip Chromebook

Das Prinzip hinter den Chromebooks ist einfach: Chromebooks ähneln den eine Zeit lang sehr populären Netbooks – kleinen Computern mit dem äusseren Erscheinungsbild von Laptop- und Notebook-Systemen, aber einer Hardware-Ausstattung, die weit weniger leistungsfähig ist als bei Laptops üblich.

Als Betriebssystem kommt mit Chrome OS eine Variante zum Einsatz, die im Grunde nur aus dem Webbrowser Chrome besteht. Er stellt den Nutzern die Standardfunktionalitäten eines Betriebssystems bereit, zum Beispiel den Dateimanager samt Zugriff auf Daten, Medien und Anwendungen. Bei letzteren handelt es sich ausnahmslos um Webanwendungen, von denen etliche auch offline arbeiten können. Für sehr viele Einsatzszenarien ist diese Anwendungsausstattung sicherlich ausreichend.

Sieht man einmal von Power-Usern wie Entwicklern oder IT-Consultants ab, die ihren Laptop unter anderem zur Virtualisierung von Server-Systemen benötigen, dürften viele Anwender gerade ihren mobilen Computer für deutlich profanere Anforderungen nutzen: E-Mail, Chat, Zugriff auf Webseiten, Social Media, Office und branchenspezifische Business-Lösungen, die ihrerseits ebenfalls zunehmend auf Browsertechnik aufsetzen.

Eine ganze Reihe von Funktionen und Technologien, die klassische Betriebssysteme wie Windows oder Mac OS X universell und leistungsfähig machen, sind für viele Nutzer inzwischen überflüssig geworden, weil sie stattdessen auf Internetanwendungen zurückgreifen. Der umfangreiche Unterbau der klassischen Betriebssysteme ist für diese Anwendungsszenarien unverhältnismässig gross. Ein einfacher Ta­blet-Computer zum Beispiel ist, trotz bescheidener Leistungsdaten und einer relativ geringen Bildschirmauflösung, für viele Programme aus dem Internet einfach die bessere Maschine.

Nicht erst seit dem Erscheinen von HTML5 sind viele IT-Experten der Meinung, dass der Browser das Betriebssystem der Zukunft sein wird. Gestützt auf Vorhersagen der Analysten von Gartner begann Dirk Eisenberg, mittlerweile Vice President Research und Development beim Digital-Workplace-Spezialisten Matrix 42, bereits 2015 einen Gastkommentar für die «Computerwelt» (Österreich) mit diesem markigen Statement: «Wozu brauchen Sie denn noch ein Betriebssystem? Sie haben doch einen Browser! Klingt radikal? Mag sein – aber dennoch ist das bald die Realität.»

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