Testbericht: Huawei Mate 9

Mit dem neuen Phablet will Huawei auch Note-7-Abspringer abgreifen. Wie schlägt sich das Gerät im Test?

» Von Boris Boden, 01.12.2016 10:09.

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Eigentlich bietet der Smartphone-Markt auch am oberen Ende der Preis- und Grössenskala genug Auswahl. Doch bei High-End-Phablets fehlte nach dem nicht ganz freiwilligen Ende des Samsung Galaxy Note 7 ein aktuelles Modell. In diese Lücke stösst nun Huawei mit seinem Mate 9, das satte 5,9 Zoll oder 14,9 Zentimeter Bildschirmdiagonale bietet. Dafür verlangt Huawei immerhin 699 Franken, geizt aber auch nicht bei der Hardware-Ausstattung.

Wenig Überraschendes erwartet den Käufer beim Design, das sich weitgehend am Vorgänger Mate 8 orientiert. Wie bei diesem Gerät ist die aus einem Aluminiumstück gefräste Hülle, die es hierzulande in Grau oder Silber gibt, erstklassig verarbeitet – Huawei ist hier längst in der Spitzenklasse angekommen. An der Front fällt vor allem auf, dass das grosse Display keinen seitlichen Rand mehr hat und fast die ganze Oberfläche bedeckt. So ist eine – für diese Geräteklasse – relativ kompakte Bauweise möglich, denn das Mate 9 ist praktisch genauso gross wie ein iPhone 7, das aber ein um 0,4 Zoll kleineres Display hat. Dafür ist das Huawei nicht wasserdicht und auch das hohe Gewicht von 190 Gramm nicht jedermanns Sache.

Auf der Rückseite sitzt wieder ein Fingerabdrucksensor, der sehr zuverlässig und schnell funktioniert und über verschiedene Finger auch unterschiedliche Funktionen sowie Wischgesten ermöglicht. An der Unterseite sitzen zwei Lautsprecher und der USB-C-Anschluss. Huawei verkauft das Mate 9 in einer Single-SIM-Version mit zusätzlichem Speicherkarten-Slot und einer Variante mit einem Hybrid-Slot, der eine zusätzliche SIM oder eine MicroSD-Speicherkarte aufnimmt. Vermutlich ist erstere Variante eher für Netzbetreiber und die Dual-SIM-Ausführung für den freien Handel gedacht.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Spezielle Kamera

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