Test: iPad Pro 12.9" (2017)

» Von Klaus Zellweger , 13.07.2017 10:55.

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iOS 11 ändert (fast) alles

Was das iPad Pro wirklich nach vorne katapultiert, ist iOS 11. Das neuste mobile Betriebssystem wird zwar erst im Herbst zusammen mit dem nächsten iPhone freigegeben. Doch eine äusserst robuste «Public Beta» ist bereits heute für jedermann frei zugänglich. Und darauf freuen wir uns:

Dateien-App. Vielleicht die wichtigste App, wenn Sie versuchen, das iPad Pro zum Notebook-Ersatz zu machen. Dateien gehört zum System und bietet den direkten Zugang zu allen populären Cloud-Diensten, also neben iCloud auch Dropbox oder Google Drive.

Drag & Drop. Wurde auf dem iPad Pro schmerzlich vermisst, aber unter iOS 11 schlägt diese Einrichtung jeden PC. Auf Wunsch werden mehrere Elemente aus verschiedenen Quellen der Reihe nacht unter einem Finger gesammelt; danach wird der ganze Stapel in einer fähigen App eingesetzt.

Das neue Dock. Das Dock wird gestandene macOS-Anwender begeistern. Bis zu 15 Apps finden darin Platz, wobei der Raum ganz rechts für die zuletzt verwendeten Apps reserviert bleibt.

Multitasking. Um zwei Apps parallel zu betreiben, werden einfach deren Symbole vom Dock auf die Arbeitsfläche gezogen. Browser und Notizen, Kalender und Nachrichten, Word und Excel: Sie alle harmonieren nebeneinander:

Notizblock. Der Pencil ist unter iOS 11 wesentlich besser ins System integriert. Wenn Sie mit ihm das verriegelte Display des iPad Pro berühren, wird das Gerät entsperrt und legt eine neue Notiz an. Aus Sicherheitsgründen ist jedoch nur diese eine Notiz zugänglich; um die anderen zu sehen, muss das Gerät entsperrt werden.

OCR von Handschriften. Und noch eine gute Nachricht für Freunde des Pencils: Handschriften werden erkannt und einer OCR-Erkennung unterzogen, sodass danach gesucht werden kann. Wie gut das funktioniert, wollen wir aufgrund der Betaversion nicht beurteilen.

Endlich Notebook-Ersatz?

Apple hält unbeirrt daran fest, dass ein iPad Pro für viele Anwender das bessere Notebook ist. Ich selbst habe schon früher versucht, ein betagtes MacBook durch ein iPad Pro zu ersetzen – und wie ich es versucht habe! Doch schlussendlich waren die Kompromisse gegenüber dem gewohnten Arbeitsablauf zu gross.

Doch es wird wohl Zeit für einen neuen Anlauf. In diesem Test wurde schnell deutlich, dass sich viele Dinge grundlegend verändert haben. Besonders das perfekt umgesetzte «Drag & Drop» und die «Dateien»-App wenden vieles zum Besseren. Zusammen mit einer externen Tastatur, wie sie unter anderem von Apple und Logitech angeboten werden, kommt das iPad Pro einem klassischen Notebook sehr nahe.

Was das in der Praxis bedeutet, müssen Sie jedoch für sich selber erfahren, denn die Art, wie eine Aufgabe angepackt wird, unterscheidet sich von Anwender zu Anwender. Klar ist jedoch, dass iOS 11 das iPad Pro viel näher an ein klassisches Notebook heranrückt als es bis heute der Fall war.

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