Test: iMac 5K 27 Zoll (2017)

» Von Klaus Zellweger , 25.07.2017 14:30.

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(Fast) Alles ist neu

Der iMac 5K ist und bleibt der hervorragende All-in-One-Rechner, der er schon immer war. Bewährtes wurde beibehalten, namentlich das Design. Gleichzeitig wurde das Innenleben auf den neusten Stand der Technik gebracht: Ein schnelleres SSD, bessere Grafik, neue Intel-Prozessoren mit Kaby-Lake-Architektur und natürlich die superschnellen Thunderbolt-3-Anschlüsse machen den iMac zu einem Arbeitspferd erster Güte.

Lebensqualität am Arbeitsplatz

Abseits der schnöden Spezifikationen bleibt aber auch ein Rechner, der seinen unmittelbaren Beitrag zu mehr Lebensqualität leistet. Seit seiner Einführung im November 2014 arbeite ich praktisch ausschliesslich an einem solchen Gerät. Und weil ich ihn gleichermassen privat als auch beruflich nutze, sind zehn Stunden oder mehr pro Tag eher der Normalfall als die Ausnahme.

Dabei liefert der iMac alles, was mir persönlich wichtig ist, zum Beispiel ein aufgeräumtes, kompaktes Design, von dem gerade einmal ein Kabel für die Stromzufuhr wegführt. Auf die unhörbare Architektur würde ich nie mehr verzichten wollen. Und selbst bei einfachen Aufgaben wie der Textverarbeitung kann ich mich nach all den Jahren an der enormen Auflösung nicht sattsehen, die das Lesen und Schreiben so viel angenehmer macht – von der Fotobearbeitung ganz zu schweigen.

Kurz gesagt: Obwohl die technischen Daten überzeugen, sind sie höchstens die Hälfte dessen, was den iMac zu diesem aussergewöhnlichen Gerät macht.

Kaufberatung

Wichtig ist, dass Sie von Anfang an zum richtigen Modell greifen, denn ausser dem RAM können später keine anderen Teile mehr ausgetauscht werden. Das macht die Empfehlung einfach: Kaufen Sie sich die teuerste Konfiguration, die Sie sich leisten können. Im Apple Store schneidern Sie sich den iMac auf den Leib.

Laufwerk. Machen Sie um das Fusion Drive einen Bogen und kaufen Sie sich ein Modell mit einem reinrassigen SSD. Alles andere werden Sie später bereuen. Selbst wenn das Fusion Drive heute Ihren Anforderungen genügt, müssen Sie irgendwann beim Wiederverkauf mit empfindlichen Abstrichen rechnen. Idealerweise greifen Sie zum Modell mit 1-TB-SSD (+ 770 Franken).

CPU. Mit der standardmässigen 3,8-GHz-CPU Intel Core i5 sind Sie bestens bedient. Die Aufrüstung auf den Core i7 mit 4,2 GHz ist bei anspruchsvollen Arbeiten wie dem Videoschnitt oder der Bildverarbeitung sinnvoll. Denken Sie auch hier an den gesteigerten Wiederverkaufswert.

RAM. Das Betriebssystem macOS geht sehr behutsam mit den Ressourcen um. Bereits mit den standardmässigen 8 GB RAM werden Sie kaum auf Hindernisse stossen. Mit 16 GB (+ 220 Franken) halten Sie problemlos mehrere grosse Programme wie InDesign, Photoshop oder Final Cut Pro im Arbeitsspeicher, ohne dass es zu spürbaren Leistungseinbussen kommt.

Tastatur. Es ist schwer vorstellbar, dass jemand nicht das neue Magic Keyboard mit Ziffernblock will, was den Preis um 30 Franken erhöht. Immerhin: Wenn Sie auf das falsche Pferd setzen, können Sie immer noch die andere Tastatur separat erwerben.

Das letzte Wort

Kaufen Sie keinen iMac mit Fusion Drive: Solange Sie diesen Rat beherzigen, können Sie mit dem iMac 5K nichts falsch machen. Die edle Hardware, das umwerfende Display, das moderne Innenleben und der geräuschlose Betrieb werden dafür sorgen, dass Sie an diesem All-in-One-Rechner lange Freude haben.

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