Microsofts Surface Book im ersten Test

Was kann man von Microsofts erstem Detachable erwarten? Computerworld konnte den MacBook-Konkurrenten bereits ausprobieren.

» Von Simon Gröflin , 05.01.2016 16:24.

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Das Surface Book kommt am 18. Februar offiziell in die Schweiz. Mit Preisen ab Fr. 1699.- in der günstigsten i5-Ausführung ohne dedizidierte Nvidia-Grafik ist das edel aussehende Microsoft-Convertible nicht ganz günstig. Aber was kann man vom erstem Detachable der Redmonder eigentlich erwarten? Computerworld konnte Microsofts MacBook-Konkurrenten in New York bereits für einige Minuten im Rahmen eines anderen Events ausprobieren. Hier unsere ersten Eindrücke.

Eines gleich vorweg: Trotz eines Gesamtgewichts von knapp 1,5 kg fühlt sich das Surface Book unglaublich leicht an. Als hielte man ein 13,3-Zoll-MacBook Pro in den Händen, das materialmässig nochmals eine Entschlackungskur durchgemacht hat.

Anders als Apple setzt Microsoft auf ein leichtes Magnesium statt Aluminium. Auch Display-Grösse (13,5 Zoll) und Auflösung (3200 x 2000 Bildpunkte) erinnern an ein Retina-Display eines MacBook-Gefährten. Einziger Unterschied: Apple hat noch nie ein 2-in-1-Gerät in Form eines Detachables herausgebracht: Denn Microsofts mobiler Neuling mit dem speziellen «Buchscharnier» ist Tablet und Notebook in einem. Noch besser: Das Display kann sogar rückseitig umgeklappt werden. Dadurch bleiben Tablet und Tastatur immer aneinandergeheftet, sobald der Bildschirm als Tablet genutzt wird.

Display und Scharnier 

Die Farben des leuchtstarken Bildschirms sind sehr gut ausbalanciert. Das Corning-Gorilla-Glass spiegelt leicht. Die Blickwinkelstärke überzeugt trotzdem mit einem sehr hohen Niveau.

Die optisch für manche Augen etwas gewöhnungsbedürftige Scharnierkonstruktion ist sehr solide verarbeitet. Ein Vorteil der aneinandergereihten Kettenglieder ist der stufenartige Ausrollmechanismus. Das verleiht dem 728 Gramm schweren Tablet auf der ca. gleich schweren Tastatureinheit eine optimale Standfestigkeit. Etwas umständlich: Der Bildschirm trennt sich erst bei Gedrückthalten einer Entriegelungstaste vor der Einheit. Doch letztlich dient dies bei Wiederanbringen einer optimalen Verankerung.

Einziges Manko: Ist der Bildschirm auf der Tastatur etwas zu weit nach hinten gerichtet, kann das Gerät bei gleichzeitiger Stiftaktivität nach hinten kippen. Das ist allerdings vernachlässigbar, zumal der am Gehäuse haftende Stift natürlich im vor allem im Tablet-Betrieb Sinn macht. Der Surface-ähnliche Stylus schmiegt sich sehr sanft und präzise am Bildschirm an und registriert die Kontaktaufnahme schon wenige Zentimenter vor Bildschirmberührung.

Fazit

Wir konnten das Surface Book bisher nur für einige Minuten testen. Was von den ersten Eindrücken haften bleibt: Es ist sehr robust und auch sehr leicht. Auch die Tastatur verfügt über einen sehr guten Druckpunkt. Die Stifteingabe ist genau, das Display sehr scharf und farblich gut ausbalanciert. Was das Gerät leistungsmässig drauf hat, wird erst ein ausführlicher Test zeigen. Gemäss ersten Berichten aus den USA muss sich Microsofts Surface Book offensichtlich auch in dieser Hinsicht nicht vor der Konkurrenz verbeugen.

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