Marktübersicht: Die Zukunft spricht Blade
Mehr Leistung, geringerer Platzbedarf und dazu noch Kosten senken: Server-Blades bringen ganze Rechenzentren auf minimalem Platz unter.
» Von , 03.03.2009 11:43.
Gemäss der Marktforscher von IDC soll bis 2010 jedes vierte ausgelieferte Serversystem ein Blade-System sein. Dass diese Prognose nicht ganz abwegig ist, beweisen die vielen Vorteile der Blade-Systeme gegenüber konventionellen, in einem Rack montierten Servern. Vor allem für mittlere Unternehmen erweisen sich Blade-Systeme als sehr interessant: Dank ihrer hohen Leistungsdichte und grossen Flexibilität bieten sie eine vollständige IT-Infrastruktur mit mehreren Servern, Netzwerk und SAN (Storage Area Network). Und sie punkten mit der einfacheren Verwaltung und den geringeren Anforderungen an die Klimatisierung im Serverraum. Gemäss Dell soll beispielsweise das PowerEdge M1000e bis zu 24 Prozent weniger Energie verbrauchen als ein herkömmlicher 1-HE-Server.
Ressourcen besser auslasten
Der Grund für den geringen Platzbedarf und die Energieeffizienz der Rechner liegt in der Bauweise. Während die Blades üblicherweise nur aus Prozessoren, Arbeitsspeicher, Netzwerkcontroller und lokalen Festplatten bestehen, sind die zusätzlichen Komponenten wie Netzteile, Lüfter, Switches und Managementfunktionen ins Chassis integriert. Auf diese Weise lassen sich diese Elemente platzsparend einsetzen und gemeinsam nutzen. Aus Gründen der Leistung und Ausfallsicherheit sind diese Komponenten meist redundant ausgelegt und verfügen über eine Hot-Plug-Funktionalität: So lassen sich die Blade-Systeme im laufenden Betrieb auf einfache Weise erweitern oder reparieren.

Von geringen Leistungsanforderungen bis zu rechenintensiven Datenbank- oder Applikations-Serverkonfigurationen: Moderne Unternehmen müssen heute flexibel sein. Da es keine Standardlösung gibt, die zu allen Kunden passt, muss auch die IT-Infrastruktur modular anpassbar bleiben. Aktuelle Blade-Architekturen sind deshalb für breite Einsatzgebiete konzipiert und lassen sich nach Bedarf durch weitere Server-Blades oder Netzwerkkomponenten mit aktuellen Übertragungstechniken wie 10-Gigabit-Ethernet, Fibre-Channel und InfiniBand erweitern. Wenn die lokale Plattenkapazität nicht ausreicht, kann in der Regel auf Storage-Erweiterungseinheiten zurückgegriffen werden.
An den Hersteller gekettet
In den meisten Rechenzentren sind die Racks mit Hardware von unterschiedlichen Herstellern bestückt. Da es im Blade-Business aber bis dato noch keine standardisierte Chassis oder Blades gibt, sind die Unternehmen bei der Blade-Technologie abhängig von einem Hersteller. Unter dieser Voraussetzung sind grosse Unternehmen mit hohen Ansprüchen mit IBMs BladeCenter oder den verschiedenen Modularsystemen von Sun Microsystem sicher sehr gut bedient. Sie unterstützen nicht nur eine grosse Auswahl an verschiedensten Blades, Prozessortechnologien und Betriebssystemen, sondern bieten auch Lösungen speziell für den Einsatz im Industrie- und Telekommunikationsbereich.
Starter-kit für KMU
Hewlett-Packards BladeSystem c3000 wurde speziell für die Anforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen konzipiert. Der Tower stellt auf engem Raum eine vollständige Infrastruktur bereit und kann mit maximal zwei ProLiant BL260c Server-Blades, einem Storage-Blade BLc SB40c, einem Gbit-Ethernet Switch sowie einem StorageWorks Tape Blade bestückt werden. Das voll ausgerüstete System inklusive Festplatten, Supportverträge sowie Installation & Startup kostet knapp 30000 Franken.
Aber auch das Blade-System von Dell ermöglicht Unternehmen den einfachen Einstieg ins Blade-Business. Es wird fertig montiert und getestet ausgeliefert und kann so deutlich schneller in die Produktionsumgebung integriert werden als andere Produkte.
Alle Bilder der getesteten Blade-Server finden Sie in der Bildergalerie.



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