Wirksamer Turbo für WAN-Verbindungen
» Von , 27.09.2007 09:48.
Auf der Appliance kann dann festgelegt werden, welche Dienste optimiert werden sollen. Blue Coat bietet für gängige Protokolle Voreinstellungen, die sich jederzeit ändern lassen. Diese Werkseinstellungen basieren übrigens auf Erfahrungswerten von Kunden, wie die Herstellerin erklärt. Was die Auswahl der zu optimierenden Dienste und Applikationen angeht, sind die Maschinen somit sofort einsatzbereit. Danach können Administratoren die Box im laufenden Betrieb anpassen. Dabei lässt sich auch einstellen, welche Server im Unternehmen in die beschleunigte Datenübertragung mit einbezogen werden sollen.
Beschleunigungstricks

Die Client Software informiert über den Geschwindigkeitsgewinn bei der Datenübertragung.
Bei den übertragenen Dokumenten handelt es sich allerdings nur selten um Dateien, die unverändert bleiben. Daher ist es gerade bei WAN-Optimierern interessant, wie sich vom Anwender geänderte Daten behandeln und zurückspielen lassen. Daher erkennt Blue Coat beim «Byte Caching» wiederkehrende Bitmuster und ersetzt diese durch Tokens, die kleiner sind als die eigentlichen Datenblöcke. Angeforderte Dateien werden so quasi kleiner und lassen sich schneller übertragen respektive zurückspeichern. Dieses Byte Caching kommt bisher nur zum Einsatz, wenn die Optimierung zwischen Appliances geregelt wird. Die Software-Variante unterstützt diesen Mechnanismus noch nicht. Das wirkt sich entsprechend auf die Übertragungszeiten aus.
Mit Kompressions-Algorithmen will Blue Coat vorhersehbare Informationen in den Datenströmen von der Zweigstelle vor der Übertragung ausklammern. Auf Basis derselben Algorithmen leitet die Software am Zielort die nicht übermittelten Daten her - und vervollständigt so den Datenstrom, ohne dass die gesamte Information über das WAN gesendet worden ist.
Beschleunigung im Test
Um die Leistung zu testen, kamen zwei Dateien zum Einsatz: ein Word-Dokument mit drei MByte Grösse und eine 12 MByte grosse Powerpoint-Präsentation. Beim Baseline-Test ohne Optimierer bei einer Bandbreite von zwei MBit und einer Latenz von 50 Millisekunden dauerte das Öffnen des Powerpoint-Files etwas mehr als eine Minute. Die Word-Datei war nach rund 18 Sekunden übertragen. Nachdem die WOC-Appliance ins Netz integriert und die Software auf dem Notebook installiert war, verbesserten sich die Werte. Beim «kalten» Transfer, also beim erstmaligen Abruf des Dokuments vom Server, wurde das Powerpoint-Dokument in 50 Sekunden, die Word-Datei in 13 Sekunden auf das Notebook überspielt.







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