Windows Server 2008: Mehr Sicherheit

    

» Von Andreas Heer, 22.11.2007 10:57. Letztes Update, 22.11.2007 10:58.

Die Virtualisierung

Mit dem Server-Manager und den Server-Rollen wird die Konfiguration markant vereinfacht.
Mit dem Server-Manager und den Server-Rollen wird die Konfiguration markant vereinfacht.
Voraussichtlich etwas nach der Final-Version kommt die spezielle Virtualisierungs-Serverrolle. Sie wurde mit dem ersten Release Candidate als sogenanntes CTP (Community Technology Preview) verfügbar gemacht. Microsoft integriert damit Virtualisierung in die Server-Plattform, wobei mit einem Hypervisor-basierenden Ansatz gearbeitet wird, ähnlich wie er sich etwa auch bei Xen findet. Durch die Kooperation mit Novell wird es auch eine Unterstützung für andere Systemplattformen geben.

Durch die Virtualisierung lassen sich Server-Plattformen flexibler gestalten, indem beispielsweise mehrere schlanke, dedizierte, logische Server auf einer physischen Maschine platziert werden. Die Virtualisierung wird auch durch Änderungen im Lizenzmodell unterstützt, mit denen sich in den Enterprise- und Datacenter-Versionen mehrere logische Server innerhalb einer Lizenz nutzen lassen.

Noch mehr Änderungen

Viel Neues gibt es unter anderem bei den Terminal Services, die flexibler wurden und nun auch die Remote-Ausführung zentral verwalteter Anwendungen unterstützen. Bei den Cluster-, den Storage- und den Netzwerkfunktionen finden sich viele Detail-Neuerungen, die zumindest für bestimmte Kundengruppen und Einsatzszenarien eine grosse Tragweite haben. Hier lohnt sich unbedingt ein näherer Blick auf die umfangreichen Informationen, die Microsoft inzwischen im Internet bereitstellt.

Der Umstellungsaufwand

Natürlich gibt es einige Funktionen, die nur in einer Windows-Server-2008-Infrastruktur nutzbar sind. Generell gilt aber, dass sich ein Windows Server 2008 sauber in bestehende Infrastrukturen einfügen lässt. Damit ist eine schrittweise Migration möglich, deren Tempo davon abhängt, wann welche neuen Features benötigt werden. Der -Planungsaufwand für die Umstellung wird minimiert. Neue Hardware und neue Funktionen können genutzt werden, sobald es erforderlich ist. Hier zahlt sich aus, dass Microsoft keine grundlegenden konzeptionellen Änderungen durchgeführt hat, sondern sich auf schrittweise - teils aber sehr wichtige - Erweiterungen fokussiert hat.

Die Abhängigkeiten sind naturgemäss im Bereich des Active Directory relativ gross, wo man die neue Funktionalität nur optimal nutzen kann, wenn man alle Domänencontroller umstellt. Allerdings lassen sich Windows-Server-2008-Domänencontroller in bestehende Domänen integrieren. Deutliche Aufwände gibt es auch bei den IIS 7.0 bis hin zur Anpassung von Anwendungen auf die neue Architektur und Konfiguration. Das lohnt sich aber, weil die IIS 7.0 viel leistungsfähiger und besser zu managen sind.


Insgesamt hat Microsoft auch ohne fundamentale Änderungen ein Server-Betriebssystem realisiert, das klar reifer ist als Microsoft Windows Server 2003, sich auch für hohe Anforderungen in der Enterprise-IT bestens eignet und das zugleich wesentlich einfacher zu verwalten und daher auch für KMU geeignet ist.

Werbung

KOMMENTARE

Keine Kommentare

KOMMENTAR SCHREIBEN

*
*
*
*

Alles Pflichfelder, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.

Die Redaktion hält sich vor, unangebrachte, rassistische oder ehrverletzende Kommentare zu löschen.
Die Verfasser von Leserkommentaren gewähren der IDG Communications AG das unentgeltliche, zeitlich und räumlich unbegrenzte Recht, ihre Leserkommentare ganz oder teilweise auf dem Portal zu verwenden. Eingeschlossen ist zusätzlich das Recht, die Texte in andere Publikationsorgane, Medien oder Bücher zu übernehmen und zur Archivierung abzuspeichern.