Lizenzmanagement in Zeiten von Cloud und BYOD

Cloud Computing und Bring Your Own Device machen den unternehmensinternen Lizenzwächtern das Leben noch ein wenig schwerer. Software gibts in allen Varianten: auf dem Desktop, dem eigenen mobilen Device oder as a Service – wer denkt da noch an die passenden Lizenzen? Die wichtigsten Grundregeln.

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» Von Martin Hagger*, 10.08.2012 06:00.

*Der Autor ist Country Manager Switzerland bei Insight Technology Solutions AG.

Obwohl die Software-Ausgaben rund ein Drittel der IT-Kosten ausmachen und damit einen relevanten Vermögenswert darstellen, ist das professionelle Management der Software-Lizenzen für viele Unternehmen im besten Fall eine ungeliebte Pflichtübung – im schlechtesten erst gar nicht vorhanden. Tatsächlich sind viele Unternehmen gleichzeitig über- wie auch unterlizenziert: In der täglichen Projekterfahrung hat Lizenz-Experte Insight Technology festgestellt, dass rund 25 Prozent der Unternehmen ihre Software nicht richtig lizenzieren. Häufig wird weit über ein Drittel der erworbenen Software in den Unternehmen nicht genutzt – beispielsweise braucht nicht jeder eine umfassende Profes­sional-Lizenz, wenn für die tägliche Arbeit nur die Standardversion genutzt wird. Fehlende Lizenzen wiederum bergen ein rechtliches Risi­ko, denn laut Urheberrecht ist der Nutzer in der Nachweispflicht, korrekt zu lizenzieren.

Das Problem ist zwar nicht unbedingt neu. Trends wie Cloud Computing und BYOD stellen das Software Asset Management jetzt aber vor neue, noch grössere Herausforderungen. Das Konzept des Cloud Computing ermöglicht Unternehmen jede Menge Flexibilität: In schlechten Zeiten lassen sich die IT-Kosten schnell senken, in guten Zeiten wiederum können die Betriebe ohne grossen Aufwand mehr Kapazitäten hinzubuchen. Doch genau diese inkonsistente Nutzung wirft die Frage nach dem rich­tigen Lizenzmanagement auf: Wann zahlen Unternehmen bei diesem flexiblen Modell zu viel und wann besteht die Gefahr einer Unter­lizenzierung? Hinzu kommt, dass die Software-Anbieter gerade bei Cloud- oder As-a-Service-Angeboten die bestehenden Lizenzen und Zugriffe auch besser kontrollieren können als bisher. Organisationen, die bereits ein profes­sionelles Software Asset Management (SAM) betreiben und ein entsprechendes Tool für die Lizenz­verwaltung besitzen, sind hier klar im Vorteil.

Auf der nächsten Seite: Lizenzmanagement der verschiedenen Cloud Angebote.

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