Das «Big Data»-Rätsel
Nach aktuellen Berechnungen verzehnfacht sich die verfügbare Datenmenge zirka alle fünf Jahre. Dieser als «Big Data» titulierte Trend stellt für Unternehmen sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance dar.
Indem sie der Gesamtheit der Geschäftsprozesse mehr Beachtung schenken, können Unternehmen die Vorteile der Datenflut vollständig nutzbar machen» Von , 17.02.2012 12:53.
Ein jüngst veröffentlichter Bericht zeigt auf, dass «die steigende Menge und Detailliertheit der Informationen, die von Unternehmen erfasst werden, die Sternstunde von Multimedia, Social Media….in naher Zukunft zu einem exponentiellen Anstieg der Datenmengen führen wird». Des Weiteren weist der Bericht darauf hin, dass «Organisationen, die immer mehr Transaktionsdaten in digitaler Form erzeugen und speichern, genauere und detailliertere Leistungsdaten über alles Mögliche vom Produktbestand bis hin zu den Krankheitstagen sammeln und somit Unbeständigkeiten aufdecken und die allgemeine Leistungsfähigkeit ankurbeln können».
RICOH vertritt die Meinung, dass gerade die Fähigkeit, die beschriebene Informationsexplosion zu bewältigen, für viele europäischen Unternehmen zum erfolgsbestimmenden bestimmenden Faktor werden wird, Um sich auf die Bewältigung dieser Daten vorzubereiten, ist es unerlässlich, sich über die wichtigen Geschäftsprozesse im Klaren zu werden. Deren Daten sollen nämlich in Wissen umgewandelt, auf effiziente Weise Mitarbeitenden innerhalb der gesamten Organisation bereitgestellt und schliesslich in Massnahmen umgesetzt werden können. Auf diese Weise handelnde C-Level-Führungskräfte werden über unbegrenzten Zugriff auf eine grosse Datenmenge verfügen, anhand derer sie künftige Entscheidungen besser fällen können. Durch die Wahl der richtigen Herangehensweise bezüglich der Datenflut können sie einzigartige Einsichten in ihre Organisation sowie ihre Kunden erhalten, effizienter werden und schliesslich die Unternehmensbilanz positiv beeinflussen.
Wenn wir mit Organisationen im öffentlichen Sektor sprechen, teilen diese uns mit, dass sie der Aufschlüsselung der Datenflut hohe Priorität beimessen - insbesondere um sicherzustellen, dass sie die geltenden Vorschriften zum Schutz vertraulicher Dokumente sowie zur Verwaltung von Datensätzen erfüllen.
Eine kürzlich von Coleman Parkes Research durchgeführte Umfrage zeigt jedoch, dass die Mehrheit der Personen, die in Organisationen im öffentlichen Sektor tätig sind, weiterhin Dokumente selbst in Empfang nehmen und verwalten, ohne irgend eine Beteiligung oder Unterrichtung anderer Abteilungen. Dies trifft auf 41 Prozent der Organisationen im Bildungssektor und auf 34 Prozent der Unternehmen im Gesundheitswesen zu. Diese Herangehensweise hat zur Folge, dass der Gesamtwert der Daten nicht vom Unternehmen als Ganzes nutzbar gemacht werden kann, dass Anstrengungen oft doppelt unternommen werden, und dass die Vorzüge vom schnellen Zugriff auf wertvolle Informationen nicht in Anspruch genommen werden kann. Zudem wird die jeweilige Organisation dem Verdacht der Verletzung relevanter Vorschriften ausgesetzt, da Informationen nur schwer zurückzuverfolgen und zu verwalten sind. Allerdings gibt es auch Erfolgsgeschichten. Wir haben kürzlich mit einem europäischen, im Gesundheitswesen tätigen Unternehmen zusammengearbeitet, welches die Notwendigkeit erkannt hatte, die Prozesse in den Personal- und Buchhaltungsabteilungen zu überarbeiten und rationalisieren, um die Produktivität maximieren. Seit der Einführung effizienterer automatisierter Prozesse profitiert die Personalabteilung davon, dass die Zeit zur Auffindung einer bestimmten Information von 6,7 Minuten auf 30 Sekunden reduziert wurde. Zur selben Zeit reduzierte sich in der Buchhaltungsabteilung der Suchvorgang pro Dokument von 4 Minuten auf 30 Sekunden. Des Weiteren hatte die Optimierung zur Folge, dass das Unternehmen eine jährliche Kostenersparnis von ca. 345.000 € verzeichnen konnte.




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