Konsolidierung & Infrastruktur: den Zustand der eigenen IT kennen

Landis+Gyr entwickelt Messtechnik für Strom, Gas, Wärme und Wasser. Was dem Unternehmen lange Zeit fehlte, war eine Art Messinstrument für die eigene IT.

» Von Daniel Boehrer, Nexthink Switzerland and Austria, 23.02.2016 11:55.

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Der bekannte Schweizer Messtechnikanbieter Landis+Gyr (heute Teil der Toshiba-Gruppe) beschäftigt weltweit rund 5500 Mitarbeiter, aufgeteilt in 73 Büros in 32 Ländern. Schon allein dadurch ist die Infrastruktur des Unternehmens sehr komplex. Hinzu kommt, dass die IT mehrheitlich dezentral organisiert ist. Jeweils zu einem Drittel ist das Unternehmen in APAC, EMEA und den USA vertreten. Das südliche Europa wird von der Zentrale in Zug aus geleitet, ansonsten besitzt Landis+Gyr keine zentralisierte IT-Abteilung. Die einzelnen Regionen wie Nordics, UK & Südafrika werden vor Ort gemanagt.

Hier den Überblick zu behalten und allen Mitarbeitern die für sie passenden IT-Optionen zur Verfügung zu stellen, bedeutet in einem solchen Unternehmen eine besondere Herausforderung für die Unternehmens-IT.

KOMPLEXE IT-LANDSCHAFT

Derzeit gibt es fünf IT-Leiter bei Landis+Gyr, die jeweils direkt an den CIO berichten. Zu ihren Aufgaben gehören das Management Reporting, das Software-Metering (vor allem von Microsoft-Produkten) sowie die Überwachung und Reglementierung der Anzahl und Auslastung der installierten Programme. Marcel Rüegg ist als Leiter der IT für die Infrastruktur in der Schweiz verantwortlich und wird dabei vom ITDienstleister Unisys unterstützt. Unisys hat zum Beispiel den Rollout des Microsoft System Center Configuration Managers (SCCM) und des Standardantivirenprogramms der Konzernmutter Toshiba durchgeführt. Nach der erfolgreichen Implementierung in der Schweiz erfolgte der globale Rollout von Microsoft SCCM sukzessive auf allen 7300 Endpunkten.

GESUCHT: ÜBERSICHTLICHERE REPORTS

Marcel Rüegg und sein Team standen vor der Aufgabe, die komplexe IT-Landschaft effizienter managen zu können: «Wir suchten nach einem Tool, das uns jederzeit einen umfassenden Überblick über all unsere IT-Services gibt, ohne vorherige aufwendige Analysen. Es sollte die gesammelten Daten in aussagekräftige Informationen verwandeln und diese für eine bessere Übersicht visualisieren.» Während der Präsentation von SCCM stellte Unisys auch die vom Schweizer IT-Unternehmen Nexthink vertriebene IT-AnalyticsLösung vor. Der erste Eindruck überzeugte Rüegg, den «Nexthink Baseline Service» (NBS) in der Praxis auszuprobieren. 

DIE PILOTPHASE

Nach zwei Präsentationen führten ein Unisysund ein Nexthink-Mitarbeiter den NBS in einem Pilotprojekt für Landis+Gyr gemeinsam durch. Im Rahmen des vierwöchigen Projekts konnte sich das IT-Team in einem realistischen Umfeld ein Bild von den Möglichkeiten der Lösung machen. Zu diesem Zweck erstellten Unisys und Nexthink Widgets und Dashboards, deren europaweite Nutzung Marcel Rüegg durch eine simple Übernahme einrichtete. Später erstellte Rüegg auch individuell angepasste Reports zur persönlichen Nutzung. Während dieser Pilotphase wurden Inventarisierungsdaten gesammelt und eine Nutzungsanalyse erstellt. Dadurch war eine detaillierte Vorher-Nachher-Analyse möglich. Im Rahmen der Dienstleistung wurden über eine Dauer von vier Wochen Verbindungsdaten von bis zu 5000 Clients gesammelt und analysiert. Die gesammelten Daten präsentierten der IT-Dienstleiser Unisys und der Lösungsanbieter Nexthink anschliessend gemeinsam dem IT-Leiter.

SCHNELLE AUSWIRKUNGEN

Das volle Ausmass der Möglichkeiten zeigte sich dann nach der (technisch problemlosen) Installation. Das Ziel von Marcel Rüegg war, schnell und unkompliziert individuelle Berichte zu erhalten. Zuvor waren solche Reports gar nicht oder nur unter erheblichem Zeitaufwand machbar. Nun war es möglich, die gesammelten Daten für vorgegebene Zeitintervalle oder Zeitpunkte zu visualisieren und aufzubereiten. Auch eine sinnvolle Verwertung der Daten war jetzt möglich. Für Marcel Rüegg ein Meilenstein: «Durch den Einsatz von Nexthink kann Landis+Gyr endlich alle Konfigurationsänderungen, Anwendungen, Bandbreiten sowie die Performance überwachen und Fehler in der IT-Infrastruktur und nicht konforme oder auffällige Vorgänge aufdecken.»

Innerhalb von nur zwei Monaten konnten in verschiedenen Bereichen deutliche Optimierungen verzeichnet werden:

Hardware-Metering: Die Ursachen von Engpässen bei Client-Ressourcen liessen sich frühzeitig erkennen, da nun detaillierte Informationen zu hohen CPU-, RAM- und Harddisk-Auslastungen vorlagen.

Optimaler Lebenszyklus: Clients müssen erst dann ausgetauscht werden, wenn es notwendig ist – und nicht mehr wie bisher automatisch nach vier Jahren.

Compliance: Compliance-Vorgaben lassen sich nun garantiert einhalten, ausserdem verbessert sich die Verwaltung von Lizenzkosten durch Managementkonsolen.

Europaweiter Austausch: Die Berichte lassen sich den Kollegen in Europa unkompliziert zur Verfügung stellen, wodurch der Zeitaufwand verringert wird.

Druckerauslastung: Eine effektive Steuerung im Bereich der Druckerauslastung senkte die Kosten deutlich.

«Wir sind nun in der Lage, unsere Software Distribution Jobs auf eine völlig neue Art und Weise zu sehen. Künftige zeitkritische SoftwareVerteilungen können wir detailliert planen und deren erfolgreiche Umsetzung permanent und in Echtzeit kontrollieren», so Rüegg. Heute ist das System auf 2000 Desktops ausgerollt und wird in der Schweiz von Unisys und an den restlichen Niederlassungen vor Ort von den jeweiligen IT-Leitern verwaltet. Insgesamt greifen in ganz EMEA 25 IT-Mitarbeiter auf die Lösung zu. Da die Erstellung der Berichte schnell geht, kann Marcel Rüegg diese nun jederzeit nach Bedarf generieren und dem Management vorlegen. Damit verfügt er über ein hervorragendes Instrument zur Steigerung des Return on Investment.

DAS PROJEKT

Ziel/Aufgabenstellung: Bessere Visualisierung, frühzeitige Fehlererkennung, individuelle und unkomplizierte Berichte, Echtzeitkontrolle

Umfang: 2000 Desktops

Aufwand: Lizenz für 2200 Benutzer für 5 Jahre gekauft; Kosten ca. Fr. 250000.–

Zeitrahmen für die Implementierung der Nexthink-Lösung NBS: Frühling 2012 bis Sommer 2012

Erreichtes Ziel: Verbesserter ROI, beschleunigte Erkennung von Sicherheitsmängeln, optimierte Konsolidierung von Störungen – sowohl präventiv als auch akut

 

Daniel Boehrer ist Sales Manager bei Nexthink Switzerland and Austria

 

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