XML dynamisiert Datenpools

Weil XML die IT erobert, müssen Anwenderfirmen ihre Informationsarchitekturen anpassen - mit XML-Datenbanken als Herzstück.

XML-basierte Techniken sind stark im Kommen. Das zeigt die Umfrage unter 500 IT-Verantwortlichen, die IDC jüngst durchgeführt hat.
  

» Von Catharina Bujnoch, 15.05.2006 21:05. Letztes Update, 15.05.2006 21:06.

Die aktuelle Studie der Marktforscherin IDC zeigt, wohin die Stossrichtung in den IT-Abteilungen geht: hin zu XML - egal, ob bei elektronischen Formularen, Schemas, Editoren oder Datenbanken sowie Repositories. Besonders der letztgenannte Punkt erfreut die Anbieter nativer XML-Server: Sie sehen die Chance, endlich über ihr Nischendasein hinauszuwachsen. Doch die Hersteller traditioneller Datenbanksysteme, allen voran IBM, Microsoft und Oracle, sind längst alarmiert. Fieberhaft arbeiten sie daran, ihre eigenen Produkte anzupassen. So hat IBM Anfang April die Betaversion ihres hybriden Datenbankservers DB2 Viper online geschaltet. Neben konventionell strukturierten Daten speichert Armonks Viper auch XML-Objekte nativ. So etwas hatte die Software AG mit Tamino bisher im Angebot. Doch während Tamino für Abfragen den im November 2005 verabschiedeten Standard XML Query 1.0 (Xquery) der Standardisierungsorganisation World Wide Web Consortium (W3C) nutzt, beherrscht Viper zudem die SQL-Erweiterung SQL/XML. Auch Microsofts SQL Server 2005 verarbeitet XML-Daten, ohne sie in relationale Reihen und Spalten zu konvertieren. Das W3C selbst ist momentan daran, die «Final Recommendations» für Xquery abzusegnen. Damit soll Xquery für XML-Datenbanken denselben Stellenwert erhalten, wie SQL für RDBMS. Das Programmieren von XML-Applikationen würde damit viel einfacher.

Doch wozu braucht es überhaupt XML-Content? Um statische und dynamische Inhalte zu verflechten und intelligent zu verwalten, erklärt IDC. Zum Beispiel, um die technische Dokumentation eines Flugzeugs mit Ingenieurskizzen und dynamischen Wartungskennzahlen zu kombinieren.

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