Windows 8: Reset leicht gemacht
Microsofts jüngster Streich wird eine schnelle und komfortable Reset-Funktion beinhalten. Mühsame, zeitraubende Neuinstallationen sollen damit überflüssig werden.
Kann der PC nicht mehr korrekt gestartet werden, erhält man die Wahl zwischen Reset, Refresh oder fortgeschrittenen Optionen» Von , 06.01.2012 11:48.
Immer mehr neue Details und Funktionen von Windows 8, dem kommenden Microsoft-Betriebssystem, gelangen ans Licht. Die Redmonder haben sich Gedanken gemacht, wie der Vorgang einer Neuinstallation beschleunigt werden kann – beispielsweise, wenn das System nicht mehr korrekt bootet, oder wenn man den PC verkaufen oder verschenken will. Mit Windows 8 werden dazu zwei neue Funktionen eingeführt: «Reset your PC» und «Refresh your PC».
Reset oder Refresh?
Die Reset-Funktion ist quasi die Hardcore-Variante. Das Betriebssystem wird frisch installiert, sämtliche Einstellungen, aber auch Daten werden gelöscht. Dabei wird man auf Wunsch die Daten endgültig löschen können, das heisst, dass sie auch mit professionellen Tools nicht mehr wiederhergestellt werden können.
Wirklich neu ist die Refreh-Variante. Hierbei wird das Betriebssystem zwar ebenfalls neu installiert, vorgängig werden aber alle Einstellungen und persönlichen Daten gesichert. Nach der Installation werden diese dann wiederhergestellt, womit viel Zeit gespart werden kann. Bei einem Refresh werden gar die neuen Metro-Apps wiederhergestellt, also jene Anwendungen, die ähnlich den von Tablets und Smartphones bekannten Apps funktionieren. Herkömmliche Desktop-Anwendungen hingegen müssen manuell neu installiert werden. Ansonsten könnte laut Microsoft nicht gewährleistet werden, dass alle möglichen Ursachen eines Systemfehlers bereinigt werden.
In 8 Minuten ein frisches System
Microsoft hat beim Entwerfen der Reset- und Refresh-Funktionen viel Wert auf einen unkomplizierten und schnellen Ablauf gelegt. So soll der Refresh-Vorgang etwa nur rund 8 Minuten dauern – und zwar unabhängig von der Menge an persönlichen Daten. Denn diese werden zwar gesichert und wiederhergestellt, dabei aber nicht physisch auf der Festplatte verschoben. Ein kompletter Reset-Vorgang, bei dem alle Daten gelöscht werden, soll gar nur etwa 6 Minuten dauern.
Für fortgeschrittene Anwender bietet Microsoft mit Windows 8 noch eine weitere Methode an. Wer nicht nur Einstellungen, Daten und Metro-Apps, sondern das gesamte System inklusive Desktop-Anwendungen jederzeit wiederherstellen können möchte, greift einfach auf das integrierte Image-Tool zurück. Ähnlich wie bei bekannten Image-Programmen, beispielsweise von Acronis, lässt sich damit über die Kommandozeile mit nur einem Befehl ein komplettes Systemabbild erstellen.




Das integrierte Imagetool klingt gut, obwohl es Imager seit vielen Jahren als Separat-Software gibt. Also wer wollte...
Zwischen Reset und Refresh sehe ich nur einen winzigen Unterschied (persönliche Einstellungen). Das allermeiste muss man neu Installieren, und wer will das schon. Da finde ich die alten Wiederherstellungspunkte praktischer, obwohl die nicht immer zuverlässig waren. Aber wenn's nicht klappt, muss halt das saubere, makel- und fehlerlose Image her...