Weg von SAP

  

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» Von Andreas Brauchli, 10.06.2009 09:39. Letztes Update, 10.06.2009 09:46.

Die Umsetzung

Die grösste Herausforderung bestand in der Übernahme und Pflege der Stammdaten aus dem alten SAP-System. Trotz Nachbesserungen einiger Funktionen, deren Fehlverhalten erst durch den Produktionsbetrieb zu Tage traten, erfolgte die Einführung recht problemlos. Um eine optimale Produktion zu gewährleisten, wurden für jeden Arbeitsschritt Standard-Operations-Pläne (SOP) erstellt, die es den Mitarbeitern erlaubten, sich mit minimalem Zeitaufwand mit den Fertigungsrichtlinien vertraut zu machen. Sämtliche Produktionsschritte waren klar und einfach dokumentiert und visualisiert. Dazu gehörte auch der Materialfluss für die Materialbeschaffung. Jeder Lagerplatz ist mit zwei sogenannten Kanban-Karten ausgestattet. Sie informieren über den Ist-Zustand der Materialien. Der darauf vorhandene Barcode wird am nächsten Abacus-Terminal eingescannt. Dort ist hinterlegt, welcher Artikel in welcher Stückzahl bei welchem Lieferanten oder in der eigenen Produktion beschafft werden muss. Automatisch wird im Bestellprogramm nach dem offenen Rahmenvertrag gesucht und ein Abruf oder ein neuer Produktionsauftrag ausgelöst. Die Karte wird dann zur Warenannahme weitergeleitet, wo der Wareneingang zur entsprechenden Funktion auch visuell überwacht werden kann.

Die geplanten Verkaufszahlen von Endprodukten werden auf Monatsebene vom jeweils zuständigen Verkäufer im Abacus Management-Informationssystem (MIS) als Budgetwerte erfasst oder über die Schnittstelle aus Excel eingelesen. Daraus wird zur Planung automatisch der Materialbedarf pro Artikel und
Monat errechnet. Den Disponenten bei Katadyn stehen so für jeden Artikel eine detaillierte Bedarfsprognose für die kommenden zwölf Monate zur Verfügung.

Durch die Integration aller Module kann das System direkt aus den Verkaufsaufträgen Lieferantenbestellungen auslösen oder Aufträge generieren. Die Rückverfolgbarkeit ist durch die Chargen- und Seriennummernverwaltung gegeben. Zusätzlich kann der Aussendienst auf die Software zugreifen und im CRM-Modul, das auf der Abacus-Adressverwaltung aufbaut, Daten erfassen und Informationen abfragen.

Die Anbindung der deutschen Tochtergesellschaft von Katadyn in Frankfurt am Main ans System in Wallisellen wurde speditiv und kostengünstig vorgenommen.

Optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis

Das für Katadyn wichtige Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt bei Abacus. Sowohl die Finanzapplikationen als auch die Auftragsabwicklung mit dem Verkaufs- und Einkaufsmodul inklusive der Chargen- und Lagerverwaltung erfüllen die Anforderungen. Katadyn verfügt mit Abacus zusätzlich über ein Führungswerkzeug, das alle relevanten Zahlen liefert, von denen die Geschäftsleitung und die Produktionsmitarbeiter profitieren.

Der IT-Leiter bei Katadyn etwa hat sich inzwischen so viel Abacus-Know-how angeeignet, dass er heute in der Lage ist, selbstständig gewisse Konfigurationen und Einstellungen vorzunehmen, ohne jedes Mal den Berater zu konsultieren oder sogar beizuziehen. Damit hat Katadyn eine gewisse Autonomie vom Abacus-Vertriebspartner erreicht, was evenfalls dazu beiträgt, Kosten zu sparen. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir mit SAP eine ähnliche Autonomiestufe hätten erreichen können», erklärt Wolfgang Reiners, CFO von Katadyn. Immerhin hat Katadyn von SAP gelernt, so sein Fazit, dass man Systeme nie veralten lassen sollte

 

Abacus bei Katadyn

Produkte im Einsatz
Auftragsbearbeitung 32 Benutzer
PPS 18 Benutzer
Adressmanagement 24 Benutzer
Debitorenbuchhaltung 8 Benutzer
Kreditorenbuchhaltung 6 Benutzer
Anlagen-/Lohnbuchhaltung 4 Benutzer
Finanzbuchhaltung 14 Benutzer
Electronic Banking 1 Benutzer

Systemumgebung
8 Server, 34 Arbeitsplatzrechner,
Terminalserver

Datenmengen
Kunden/Lieferanten 1000/1200
Artikel und Baugruppen 3000
Produktionsaufträge pro Jahr 15?000
Verkaufsaufträge pro Jahr 2500

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