Vier Verwalter unter der Lupe

Landesk Management Suite 8.6, Altiris Deployment Solution, Microsofts SMS 2003 und Novells Zenworks 7 treten gegeneinander an.

Microsofts SMS kann auch via Weboberfläche konsultiert werden.
  

» Von Jens Stark, 09.03.2006 16:08. Letztes Update, 09.03.2006 16:09.

Gleich vier Desktop-Management-Werkzeuge mussten zum Vergleichstest in unserem Testlabor antraben. Geliefert wurden Landesk Management Suite 8.6, Altiris Deployment Solution, Microsofts SMS 2003 mit Service Pack 1 und Novells Zenworks 7 Suite jeweils als virtuelle Maschinen, die mit VM-Ware und Microsofts Virtual Server betrieben wurden. Bei dieser Gegenüberstellung geht es darum, wie die einzelnen Tools für verschiedene User geeignet sind.

Vom Endanwender, der ein Backup seiner Daten durchführen möchte, über den IT-Verantwortlichen, der Software-Einspielungen vornehmen, Flicken verteilen und ganze Desktop-Images ausliefern muss, bis hin zum CIO, der einen Überblick über die eingesetzte Hardware haben und gescheite Reports erhalten will. Besonders gute Noten bei dieser Ausmarchung erhält das Verwaltungsangebot von Landesk. Die Administrationskonsole ist ausgereift und liefert die Informationen, die der IT-Manager für die tägliche Verwaltungsarbeit braucht. Die Sicherheits-Tools werden vom Testlabor genauso gelobt wie die Werkzeuge für die Softwareverteilung und für das entfernte Aufsetzen von Desktoprechnern. Einzig der Umstand, dass ein Web-basiertes Reporting-Tool im Angebot von Landesk fehlt, ist bekrittelt worden.

Das Altiris-Tool bereitet die Daten mit schmucken Grafiken auf.
Das Altiris-Tool bereitet die Daten mit schmucken Grafiken auf.
Fast an das Testergebnis von Landesk kommt auch dasjenige von Altiris heran. Hier wird vor allem der gute plattformübergreifende Support positiv hervorgehoben. Lediglich die Web-basierte Konsole wurde als benutzerunfreundlich taxiert. Vor allem dann, wenn es darum geht, bestimmte Informationen ausfindig zu machen. Microsoft hat mit ihrem SMS 2003 einen riesigen Schritt nach vorne gemacht, kommt aber nach wie vor nicht an die beiden anderen Verwaltungssuiten heran. Das Produkt der Gates-Firma hat nun gute Sicherheits-Tools um Anwender-Workstations mit Softwareflicken zu versorgen und um sich über deren installierte Programme einen Überblick zu verschaffen. Die Zusatzwerkzeuge Data Protection Manager und Microsoft Integration Server schliessen weitere Funktionslücken. Dass das Microsoft-Paket allerdings Ciscos Sicherheitstechnik NAC (Network Admission Control) oder ähnliche Schutzvorrichtungen nicht unterstützt, ist ein bedeutender Negativpunkt.

Novells Zenworks 7 Suite ist das einzige Angebot, das eine umfassende Lösung fürs Linux-Management aufweist. Auch die Möglichkeit, über die Plattformgrenzen hinaus verwaltend tätig zu sein, ist ein Pluspunkt. Allerdings ist die Benutzerschnittstelle von Consoleone eher mühsam. Der Anwender benötigt zu viele Klicks, um an die für ihn relevanten Informationen zu gelangen. Preislich bewegen sich alle Werkzeuge im Bereich von umgerechnet gut 100 bis 200 Franken pro Knoten.

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