Software im Ausnahmezustand

Der Devpartner Fault Simulator 2.0 von Compuware ist laut Test ein gelungener Update. Er hat aber noch Verbesserungspotenzial.

Neu im Fault Simulator: Die Standalone-Applikation.
  

» Von Jens Stark, 09.03.2007 08:30. Letztes Update, 09.03.2007 08:32.

Was passiert mit einer Dotnet-Applikation, wenn sie in eine abnormale Situation kommt? Diese Frage beantwortet Devpartner Fault Simulator 2.0 (DPFS) von Compuware, indem er den Ausnahmezustand simuliert. Bereits 2005 testeten wir Version 1.0 von DPFS. Damals gab es Lob für das Konzept des Tools, aber Tadel für die Umsetzung. Nach dem Test der nun vorliegenden zweiten Version kommen wir zum Fazit: Das Werkzeug hat sich stark verbessert. So wurde der bei Version 1.0 noch fehlenden Integration mit weiteren Compuware-Produkten Rechnung getragen: Version 2.0 lässt sich jetzt in Coverage Analysis integrieren.

Des weiteren weist DPFS 2.0 einige neue Funktionen auf, die das Leben eines Dotnet-Programmierers mit der Entwicklungsumgebung Visual Studio von Microsoft einfacher macht. So wurde die Benutzerschnittstelle überarbeitet. In Version 2.0 werden etwa jene Dotnet-Stellen, die sich für eine Fehlersimulation eignen, klar mit einer Markierung vor der Codezeile hervorgehoben. Ein weiteres Bildchen erscheint hinter jeder Methode, bei der sich Ausnahmebehandlungen anbieten. Beides schafft mehr Übersicht. Das Zusammenspiel von DPFS und Visual Studio ist wunderbar, wenn man Programmierer ist und über den Quelltext verfügt. Was aber, wenn der Code nur getestet werden soll? DPFS 2.0 hat hier drei neue Features aufzuweisen. Erstens ist die unabhängige Applikation zu nennen, mit der Fehler auch ohne Einsatz von Visual Studio simuliert werden können. Zweitens verfügt das Tool über eine Kommandozeilenschnittstelle für Regressionstests. Mit diesen lassen sich die Auswirkungen von Änderungen im Code auf bereits getestete Programmteile in Erfahrung bringen. Dritte und wohl interessanteste Neuerung ist die Funktion «Watch My Target». Diese behandelt eine Applikation wie eine Blackbox, beobachtet das Programm während des Betriebs und schlägt Ausnahmebehandlungen vor.

Fazit: Gut aber nicht kritikfrei


DPFS 2.0 hat sich gegenüber Version 1.0 gemausert und ist nun ein nützliches Hilfsmittel für Dotnet-Programmierer und -Tester. Die Standalone-Applikation ist ein wichtiger Zusatz. Trotzdem bleibt das Tool hauptsächlich ein Add-on zu Visual Studio. Auch die Dokumentation überzeugt noch nicht.

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