Interface Design: Ein Blick zurück

» Von Victor Zwimpfer, 27.10.2005 17:45. Letztes Update, 27.10.2005 17:48.

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Neugier und Mut

Kay zufolge hat die Computerrevolution noch nicht stattgefunden. Das Potenzial des Mediums Computer gilt es erst noch zu entdecken. Mit standardisierten Tests, die die Gebrauchstauglichkeit des Computers messen, kommt man dem Medium Computer jedoch nicht auf die Schliche. Sicher ist jedenfalls, dass sich «kinderleichte» Computerbenutzung nicht auf Effizienz und Effektivität reduzieren lässt. Menschliche Handlungsmuster hängen nur zum Teil von rational planbaren Arbeitsabläufen ab. Gefragt ist auch «Joy of Use», der bei Benutzertests aber allzu oft vernachlässigt wird. Dies mag damit zu tun haben, dass Qualitätsmerkmale wie Zufriedenheit nicht einfach objektivierbar sind.
Der kurze Blick in die Geschichte von Interface Design zeigt auf, dass es in Sachen Usability Sinn macht, auch weichen oder unscharfen Faktoren zu ihrem Recht zu verhelfen. Mit einer ingenieurstechnischen Verkürzung auf «Human Factors Engineering» wird die Computerrevolution auf jeden Fall nicht eingeleitet. Vielleicht täte der «Usability Domäne» ein bisschen mehr Neugier und Mut zum Spielerischen gut. Warum nicht das Mediale des Computers erfinden und entdecken wollen? Das Spiel als Paradigma einer kreativen Handlungsweise könnte dem Genre der Usability allemal innovative Impulse verleihen. Dem Beginn einer lang währenden und kreativen Freundschaft zwischen Mensch und Computer stünde dann nichts mehr im Wege.


Weitere Informationen:

Doug Engelbarts Computermaus:
sloan.stanford.edu/MouseSite/

Alan Kays Dynabook:
www.honco.net/os/kay.html

Zum Autor:
Victor Zwimpfer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fachgruppe Interface Design an der Fachhochschule Nordwestschweiz, FHA Gestaltung und Kunst.

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