Opentext soll SAPs ECM-Lücken stopfen

Mit «SAP Extended ECM by Opentext» wollen die Walldorfer Content-Management-Funktionen mit SAP-Prozessen wie Einkauf sowie Qualitäts- und Projekt-Management verknüpfen.

    

» Von Frank Niemann/idg, 30.08.2010 10:18.

SAP und der ECM-Experte (Enterprise Content Management) Opentext arbeiten schon länger zusammen. Bisher ging es dabei in erster Linie um Archivfunktionen für SAP-Belege, den Dokumentenzugriff via SAP-GUI sowie um die automatisierte Rechnungseingangsverarbeitung («Invoice Management»). Nun bauen SAP und Opentext ihre Zusammenarbeit aus: SAP wird mit dem Produkt «SAP Extended ECM by Opentext» ECM-Erweiterungen für die eigene Geschäfts-Software anbieten.

SAP möchte damit ERP- (Enterprise Resource Planning) sowie ECM-Funktionen kombinieren und ein integriertes Produkt aus einer Hand anbieten können. Anwender werden mit den besagten Features in der Lage versetzt, in SAP-Prozesse Inhalte einzubinden, die von SAP- aber auch von Nicht-SAP-Systemen stammen, lautet das Versprechen der Kooperationspartner. Für den Endanwender soll die bisherige Trennung der ECM- und ERP-Umgebungen nicht mehr sichtbar sein. Die Kombination beider Systemwelten ist in Standardprozesse eingeflossen.

Prozessorientiertes ECM
Anwender, die SAP Extended ECM by Opentext erwerben, erhalten integrierte ERP-/ECM-Funktionen für folgende Prozesse: Qualitätsmanagement, Einkauf, Asset-Management/Plant Maintenence, Projektmanagement/Service-Management (branchenübergreifend) und Records-Management.

Derzeit entwickeln beide Firmen noch Funktionen für die SAP-Lösung «Governance, Risk & Compliance» (GRC), die später auf den Markt kommen. Diese umfassen unter anderem die Kontrolle von Geschäftsprozessen sowie Dokumentationspflichten, denen Unternehmen aufgrund gesetzlicher Vorgaben nachkommen müssen.

Records-Management ist ein aus den USA stammender Begriff, für den es keine direkte Übersetzung gibt. Er umfasst unter anderem Funktionen zum Aufbewahren von Informationen etwa über kundenbezogene Geschäftsabläufe.

SAP-Integration und Outlook-Anbindung
Anwendern stehen die neuen Funktionen unter dem gewohnten SAP-Frontend (SAP-GUI und Netweaver Portal) zur Verfügung. Darüber hinaus sollen Nutzer in der Lage sein, beispielsweise via Microsoft Outlook die Funktionen zu nutzen. Laut Opentext können User beispielsweise geschäftliche E-Mails mit Metadaten aus dem SAP-System anreichern und in einer Kundenakte ablegen.

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