Open Source: Eine strategische Entscheidung
» Von , 08.12.2008 14:13. Letztes Update, 08.12.2008 14:16.
Nach Durststrecke erfolgreich
Laut Beat Stebler, Geschäftsführer der FOSS-Group, hatten es lizenzfreie Open-Source-Lösungen auch deshalb schwerer, sich am Markt durchzusetzen, weil beim Verkauf keine Provisionen anfallen. Verkäufer aber werden nun mal provisioniert, und je höher der Kaufpreis, desto höher die Provision. Vertriebler geben deshalb im Beratungsgespräch aus verständlichen Gründen gerne der klassischen Lizenz-Software den Vorzug. Mittlerweile erwirtschaftet die FOSS-Group AG laut Stebler etwa zwei Drittel ihres 14 Millionen Franken hohen Umsatzes mit Kunden aus der öffentlichen Verwaltung, darunter das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) sowie die Kantone Aargau, Basel, Jura und Thurgau.
OS-Anbieter kommerzialisieren sich und wollen endlich Geld verdienen. Auf der anderen Seite denken Software-Riesen wie SAP oder Microsoft darüber nach, wie sie von den kreativen Programmierern profitieren können. «Wir nutzen Open-Source-Software in SAP und sind uns sicher, dass die Kombination von SAP und freier Software für unsere Kunden sinnvoll ist», gibt SAP-ler Claus von Riegen zu. Die Walldorfer unterstützen seit geraumer Zeit OSS-Datenbanken wie MySQL in ihren Business-Produkten. An Open Source kommt heute anscheinend keiner mehr vorbei.



KOMMENTARE
KOMMENTAR SCHREIBEN