MIT beschleunigt Bildverarbeitung

Eine neue Programmiersprache für die Bildaufbereitung soll die Verarbeitung von Fotos bis zu 70 Mal schneller machen.

Von der Aufnahme zum Bild: Die MIT-Sprache macht die vielen Schritte nun effizienter (Foto: MIT/Christine Daniloff)

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» Von pte/Thomas Pichler, 09.08.2012 09:55.

Informatiker am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben mit Halide eine neue Programmiersprache entwickelt, die effizientere Bildverarbeitungs-Software in Aussicht stellt. Die Programme sollen damit nicht nur einfacheren, übersichtlicheren Code bekommen, sondern auch deutlich schneller werden. Bei Tests mit gängigen Bildverarbeitungs-Algorithmen konnte im Extremfall eine Beschleunigung um den Faktor 70 erreicht werden.

Hintergrund der Entwicklung ist die Tatsache, dass digitale Bilddateien immer grösser werden, teilweise aber mit begrenzter Rechenleistung viele Verarbeitungsschritte ausgeführt werden müssen. Das trifft gerade im Smartphone-Segment zu: Multi-Megapixel-Sensoren liefern Foto-Rohdaten, die eine ganze Reihe von Verarbeitungsschritten durchlaufen müssen, bevor überhaupt die Aufnahme auf dem Display erscheint - ehe sie dann womöglich gleich noch in webtauglicher Version mit Programmen wie Instagram ins Internet hochgeladen werden soll.

Viele Schritte neu angehen

Zu den Verarbeitungsschritten, die ein Smartphone-Foto zwischen Aufnahme und Anzeige auf dem Display durchläuft, zählen unter anderem Korrekturen für defekte Pixel am Bildsensor, Farbanpassungen und -korrekturen sowie Kontrastjustierungen - nur, damit das Bild einmal weitgehend dem entspricht, was das menschliche Auge sieht. Hinzu kommen meist noch Verarbeitungsschritte wie Rote-Augen-Korrektur oder gar Spezialeffekte, für die die Software frühere Verarbeitungsschritte neu berechnen muss.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Riesiges Optimierungspotenzial

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