Microsoft: vorerst kein Office fürs iPad
Einem Medienbericht zufolge hat Microsoft eine Tablet-Version von Office entwickelt. Ein Microsoft-Sprecherin dementierte nun, dass die Bürosuite auf iPad und Android veröffentlicht wird.
Von der Notizenverwaltung Microsoft OneNote gibt es bereits eine iPad-App» Von , 22.02.2012 10:22.
Microsoft bringt Excel, PowerPoint und Word auf das iPad. Die Tools würden in Kürze bei Apple zur Prüfung eingereicht, eine Veröffentlichung im App Store stehe kurz bevor. So lautete die exklusive Meldung der US-amerikanischen iPad-Tageszeitung «The Daily». Die Office-Apps orientierten sich an der iOS-Variante von OneNote, die Microsoft seit gut einem Jahr verkauft. Die Zeitung will ausserdem von einer Android-Version der Office-Programme erfahren haben. Den Notizenmanager OneNote gibt es seit Anfang Monat für das Android.
Gegenüber der Tageszeitung «New York Times» widersprach Microsoft dem Bericht allerdings: «Die Meldung basiert auf falschen Gerüchten und Spekulationen», sagte eine Unternehmenssprecherin. Die auf einem Foto in «The Daily» gezeigte Software stamme nicht aus dem Hause Microsoft.

Ein angeblicher Prototyp von Microsoft Office auf dem iPad (Quelle: The Daily)
Argumente gegen ein iPad-Office
Office-Apps für iOS und Android zeichnen sich aktuell insbesondere durch tiefe Kosten aus. Microsoft ist mit Office eher höheren Preisregionen unterwegs. Etwa kosten Apples Office-Apps je 10 Franken, das Paket «Quickoffice Pro» 15 Franken. Microsofts Office für den Mac ist ab circa 150 Franken zu haben, für Windows ab gut 110 Franken. Würde Microsoft die Apps einzeln vertreiben, wären sie wegen allein wegen des voraussichtlich hohen Preises wenig attraktiv.
Office-Apps dürften für Microsoft allerdings ein gutes Verkaufsargument sein, wenn es Tablets mit Windows 8 gibt. So war am Rande der jüngsten Ankündigungen zur ARM-Ausgabe des kommenden Betriebssystems auch von vorinstallierten Office-Apps die Rede.



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