Microsoft vernetzt Windows 10 mit Android-Smartphones

Windows 10 ist in einer neuen Vorabversion erschienen, die erstmals erlaubt, Android-Smartphones mit dem Microsoft-OS zu verzahnen. Dies soll Geräte-übergreifendes Surfen im Internet erlauben.

» Von Stefan Bordel, 28.07.2017 10:30.

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In der aktuellen Vorabversion von Windows 10 (Build 16251) testet Microsoft einige spannende Funktionen: So ist es mit dem neuen Release nun erstmals möglich, ein Android-Smartphone für Geräte-übergreifendes Surfen zu koppeln. Dadurch können Nutzer etwa eine mobil aufgerufene Webseite ohne Umweg auf den Desktop-PC senden.

Zu dem Feature gelangen Teilnehmer des Insider-Programms über einen neuen Eintrag in den Windows-Einstellungen (Windows-Taste + I). Um ein Smartphone mit dem PC zu koppeln, muss zunächst die Telefonnummer des betreffenden Gerätes festgelegt werden. Microsoft schickt anschliessend an die verwendete Nummer eine SMS, die direkt auf eine Android-App verlinkt, die wiederum für die Koppelung erforderlich ist. Nach der Installation der App steht im Webbrowser des Smartphones eine neue Option zum Teilen von Webseiten bereit. Bei der erstmaligen Nutzung ist eine Anmeldung mit dem Microsoft-Konto erforderlich. Anschliessend kann die Webseite bereits zum Windows-PC gesendet werden. Dabei stehen zwei Optionen zur Auswahl bereit. So lässt sich eine geteilte Seite entweder direkt auf dem PC aufrufen oder aber für später zwischenspeichern. Letzteres bietet sich etwa dann an, wenn Nutzer unterwegs eine Webseite auf den heimischen PC senden wollen. Die entsprechende Webseite taucht dann im Action Center von Windows 10 auf.

Aktuell beschränkt sich die Funktionalität der Koppelung lediglich auf Geräte-übergreifendes Surfen unter Android. Wie aber bereits der Eintrag in den Windows-Einstellungen andeutet, soll künftig auch iOS unterstützt werden. Zudem ist davon auszugehen, dass das Feature in Zukunft um weitere Funktionen ergänzt wird.

Weitere Neuerungen in Windows 10

Neben der Koppelung von Mobilgeräten hält der Build 16251 auch noch weitere Neuerungen bereit. So liefert eine Cortana-Suche nun etwa auch direkt Web-Ergebnisse, ohne dass hierzu der Browser geöffnet werden muss. Ausserdem hat die Microsoft-Assistentin neue Sprachbefehle erhalten. Cortana kann nun auch den PC neu starten, ausschalten, sperren oder den aktuellen Nutzer abmelden. Aktuell sind die neuen Sprachkommandos allerdings nur für englischsprachige Nutzer erhältlich.

Um an dem Insider-Programm von Microsoft teilzunehmen, ist eine Registrierung auf der Herstellerwebseite erforderlich. Anschliessend ist der Download von Windows 10 in der 32- oder 64-Bit-Variante möglich.

 

 

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